Auch die Ärzte beginnen nun mit den Impfungen. © Daniel Winkelkotte
Corona-Impfung

Halterner Ärzte verimpfen Astrazeneca an die über 60-Jährigen

Halterns Arztpraxen erhalten Impfdosen. Aber noch nicht sofort, deshalb bitten die Mediziner darum, Ruhe zu bewahren und am 6. April nicht gleich die Telefone in den Praxen lahm zu legen.

Am Karfreitag erhielten Halterns Mediziner die Information, dass eine größere Menge Astrazeneca-Impfstoff als Sonderkontingent freigegeben wurde. Diese Dosen stehen für die 60- bis 78-Jährigen zur Verfügung. Sie dürfen ohne weitere Bedingungen an jeden dieser Altersgruppe verimpft werden, teilt Ärztesprecherin Dr. Astrid Keller mit.

Sie weist allerdings darauf hin, dass der Impfstoff erst im Laufe der nächsten zehn Tagen zur Verfügung steht. Patienten beziehungsweise Impfwillige werden gebeten, keinen extremen Run auf die Praxen zu starten. „Wir befürchten, dass sonst unsere Telefonleitungen zusammenbrechen“, sagt Dr. Keller.

Seltene Nebenwirkungen nur bei Frauen unter 55

Die Impfstoffe sind aufgrund der neuen Zulassungsbestimmungen frei geworden. Dr. Astrid Keller weist ausdrücklich darauf hin, dass die sehr seltene Nebenwirkung einer Sinusvenenthrombose vorwiegend bei jüngeren Frauen (unter 55 Jahren) aufgetreten sind und dass die Ständige Impfkommission daher den Impfstoff für 60- bis 78-Jährige als sicher und gut wirksam einstuft.

Wer gerne mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft werden möchte, kann sich in seiner Hausarztpraxis oder in den gynäkologischen Facharztpraxen Dr. Raab-Frick, Albers/Dr. Lemloh sowie in der chirurgischen Praxis Tomczak/ Dr. Filbry melden und einen Termin vereinbaren. Dr. Keller: „Wir stehen in den Startlöchern, um die Halterner zu immunisieren!“

Erste Impfstoff-Dosen sind eingetroffen

Am Abend des 6. April meldete die Ärztin, dass entgegen der ersten Annahme in einigen Praxen Impfstoffe eingetroffen seien, dort auch bereits Termine vergeben und erste Impfungen durchgeführt worden seien. Die Telefone hätten nicht still gestanden, viele Patienten versuchten deshalb per Mail, Kontakt zur Praxis zu bekommen. Grundsätzlich gilt die in der Coronavirus-Impfverordnung festgelegte Priorisierung auch für Hausarztpraxen. Hausärzte können jedoch unter bestimmten Voraussetzungen flexibler vorgehen als es in Impfzentren möglich ist.

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Elisabeth Schrief

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