Halterner Bürgermeister Klimpel empfiehlt die Corona-Warn-App

Corona-Fragen

Die neue Corona-Warn-App, die Öffnungen von Schulen und Kitas sowie das Heimatfest: Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel nimmt zu aktuellen Fragen rund um das Coronavirus Stellung.

Haltern

22.06.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bürgermeister Bodo Klimpel empfiehlt die neue Corona-Warn-App.

Bürgermeister Bodo Klimpel empfiehlt die neue Corona-Warn-App. © picture alliance/dpa

Die neue Corona-Warn-App hat Bodo Klimpel schon heruntergeladen. Erneut beantwortet der Halterner Bürgermeister Fragen zur aktuellen Corona-Lage.

Werden Sie sich die neue Corona-Warn-App installieren?

Bodo Klimpel: Das habe ich natürlich schon. Weil ich überzeugt bin, dass diese App ein guter Baustein dafür ist, frühzeitig Gefahren zu erkennen und hoffentlich gegensteuern zu können. Die App kann aus meiner Sicht einen entscheidenden Beitrag für unser gemeinsames Ziel leisten. Und das heißt: Wir wollen die Ausbreitung des Virus so gut es geht vermeiden. Gerade bei den derzeit so niedrigen Infektionszahlen müssen wir alles versuchen, im Fall eines Falles die Rückverfolgungen der Kontakte zu schaffen. Je mehr Menschen sich für das Nutzen dieser Hilfe entscheiden, umso besser ist es. Deshalb werbe ich ausdrücklich dafür.

Können, wenn sehr viele Menschen die App nutzen, andere noch bestehende Maßnahmen noch mehr zurückgefahren werden?

Nach allem, was ich weiß, sollten wir die App nicht als Wundermittel gegen die Pandemie verstehen. Sie ist eine gute Hilfe. Deshalb sollten wir mit engen Kontakten weiterhin vorsichtig sein und die guten Ergebnisse, die wir in Haltern am See und in vielen anderen Orten erzielt haben, nicht aufs Spiel setzen. Ich bleibe dabei: Dass wir aktuell keine Person haben, die mit dem Virus infiziert ist, ist ein Beleg für das insgesamt vorsichtige Verhalten unserer Bürgerinnen und Bürger. Deshalb würde ich mich freuen, wenn wir diesen Weg so weiter gehen.

Bürgermeister Bodo Klimpel hat die Corona-Warn-App auf seinem Smartphone installiert.

Bürgermeister Bodo Klimpel hat die Corona-Warn-App auf seinem Smartphone installiert. © Foto: Jürgen Wolter

Die kompletten Öffnungen der Kitas und Grundschulen wird von Teilen der Bevölkerung sehr kritisch gesehen. Wie stehen Sie dazu?

Ich muss natürlich grundsätzlich anmerken, dass ich kein Mediziner und erst recht kein Virologe bin. Deshalb versuche ich, deren Aussagen und die daraus folgenden Entscheidungen der Politik in Bund und Land nachzuvollziehen. Und ich meine, dass dies auch möglich ist. So kann man doch zu Recht die Frage stellen, warum wir zum Beispiel in Haltern am See die Grundschulen geschlossen halten müssten, weil es in Gütersloh einige Coronafälle gibt. Ich verstehe auch, dass alle Verantwortlichen deutlich hinzugelernt haben und beispielsweise auch erkannt haben, welche Nachteile komplette Schließungen von Kitas und Schulen hatten bzw. weiter haben würden. Insofern halte ich es auch für richtig, behutsam vorzugehen und die Entwicklungen sehr genau im Blick zu behalten. Und nicht zum ersten Mal betone ich die Notwendigkeit, vorsichtig zu sein. Damit meine ich auch, dass man, wenn man Symptome hat, natürlich daheim bleiben muss, um niemanden anzustecken. Diese Verantwortung, egal ob in der Kita, in der Schule oder im sonstigen Leben, kann uns niemand abnehmen. Da sind wir alle gefordert.

Fühlen Sie sich bestätigt, frühzeitig das Heimatfest für das erste Septemberwochenende abgesagt zu haben?

Darum geht es für mich nicht. Ich hätte auch nichts dagegen, wenn sich heute herausstellte, wir hätten falsch gelegen und müssten unsere Entscheidung nun korrigieren. Nur: Als wir Anfang Mai so entschieden haben, sprach alles dafür, zumal wir zu dem Zeitpunkt die Verträge hätten unterschreiben müssen. Das erschien uns schlichtweg unverantwortlich und unangemessen, sich damals für das Heimatfest auszusprechen. Nun haben wir zwar deutlich kleinere Infektionszahlen, doch bleibt es bei dem unumstößlichen Fakt, dass Großereignisse für ein erhebliches Ansteigen der Fallzahlen sorgen können. Das bestätigt ganz offensichtlich ja auch die aktuelle Entscheidung von Bund und Ländern, derartige Großereignisse zumindest bis Ende Oktober zu verbieten.

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