Axel Schmäing (l.) legt, wie beim letzten Schützenfest angekündigt, sein Präsidentenamt nieder. Unser Foto zeigt ihn mit Manfred Schiwek © Elisabeth Schrief

Halterner Gilde beruft Versammlungen ein, um wieder agieren zu können

Die Schützengilde Haltern schiebt schon lange ihre Mitgliederversammlung vor sich her. Doch es wird Zeit für ein Treffen, denn Veränderungen im Vorstand und Offiziersstab kündigen sich an.

Seit dem 3. April sagt die Schützengilde Haltern permanent ihre Veranstaltungen ab: Die Corona-Pandemie fordert auch von den Schützen ihren Tribut. Doch zumindest die Offiziersversammlung und die Mitgliederversammlung sollen jetzt einberufen werden. Denn es stehen wichtige Wahlen an: Sowohl bei den Offizieren als auch im Gildevorstand müssen Ämter neu besetzt werden. Am Montagabend verständigte sich der amtierende Vorstand nun auf einen Termin..

Am 4. Oktober (Sonntag) treffen sich um 10 Uhr zunächst die Offiziere, 90 Minuten später beginnt die Mitgliederversammlung. Veranstaltungsort ist jeweils das Gildehaus an der Wasserwerkstraße. „Natürlich werden wir die geforderten Regeln mit Maskenpflicht und Abständen einhalten“, versichert Vizepräsident Frank Leopold. Tische und Stühle werden nummeriert, so dass eine Rückverfolgung bei eventuellen Infektionen möglich ist. Die Tagesordnungen werden so weit wie es geht gestrafft.

Axel Schmäing zieht sich als Präsident aus der Gilde zurück

Die Offiziere wählen den Oberstleutnant und damit den Vertreter von Oberst Klaus Lehmacher neu, den Major des 2. Bataillons sowie außerplanmäßig den Major des 1. Bataillons, weil der jetzige Amtsinhaber in den Gildevorstand wechseln möchte.

Auch der Vorstand stellt sich zum Teil neu auf. Beim Schützenfest 2019 hatte Präsident Axel Schmäing seinen Rückzug angekündigt. So stimmen die Gildemitglieder am 4. Oktober über seinen Nachfolger ab und gleichzeitig über einen neuen zweiten Vizepräsidenten. „Durch das neue Gildehaus entstehen wesentlich mehr Aufgaben und Pflichten. Es ist gut, die Arbeit auf ein größeres Team zu verteilen“, begründet Frank Leopold die Schaffung der neuen Vorstandsposition.

Mit farbenfroh gefüllten Hörnern grüßen die Kompanien sonntags beim Gildefest das Königspaar. Was wird 2021 sein? © Elisabeth Schrief © Elisabeth Schrief

Wie es nach den Versammlungen weitergeht, ist ungewiss. Die Jubilarehrungen im November jedenfalls sind abgesagt, aber Frank Leopold weiß auch, wie wichtig es ist, das Vereinsleben nach sieben Monaten „Lockdown“ zu aktivieren. „Die Schützen möchten gern wieder etwas gemeinsam unternehmen oder feiern. Dieses Zusammensein fehlt einfach.“ Es sei sehr schwierig, unter Coronabedingungen den Zusammenhalt innerhalb der Gilde zu pflegen. Ende des Jahres wird sich entscheiden, ob tatsächlich vom 11. bis 14. Juni 2021 Schützenfest gefeiert werden kann. Das hängt erst einmal von den Vorgaben der Landesregierung ab.

Für das Gildehaus hat der Vorstand 9000 Euro Coronahilfe erhalten, weil alle Einnahmen weggebrochen, die Kosten für Energie und Versicherungen aber weitergelaufen sind. Immerhin gibt es wieder Schießabende der Kompanien. Allerdings dürfen immer nur 20 Schützen an die Luftgewehre.

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Elisabeth Schrief