Halterner Nachwuchsrocker touren durch NRW

"Crunch"

Sie sehen sich als Gründer eines neuen Musikstils, bei ihren Konzerten verteilen sie gerne schon mal Freibier: die Haltener Nachwuchsband "Crunch" hat bereits die Posen der großen Rockstars drauf. Diesen Sommer geht es auf Tournee - durch ganz NRW. Wir haben sie bei den Proben besucht.

HALTERN

von Von Dominik Hassel

, 27.04.2011, 22:29 Uhr / Lesedauer: 3 min
Ausgezeichnet: 2010 gewann die Band den Jugendkulturförderpreis, ein Jahr zuvor den Wettbewerb "CAN IT!" in Gronau.

Ausgezeichnet: 2010 gewann die Band den Jugendkulturförderpreis, ein Jahr zuvor den Wettbewerb "CAN IT!" in Gronau.

Es ist Donnerstag, die Probe steht an. Simon Strickling, Bassist der 2008 gegründeten Band, sortiert gerade den Kabelsalat, Florian Albers, Sänger, checkt sein Mikrofon. "Kommt, lasst ein bisschen jammen", schlägt Lukas Strickling vor, während er die Effekte seines Gitarrenpedals präsentiert.Volle Konzentration Ein Blick rüber zu Matthias Wiethoff. Der Schlagzeuger dreht die Sticks in den Händen, dann wird zum Warmwerden improvisiert. Mittlerweile ist auch Gitarrist Constantin Dransmann da. Er stimmt seine Gitarre, dann gibt er ein Zeichen: "Alles startklar, ab mit unser'n Songs."

Es ist Donnerstag, die Probe steht an. Simon Strickling, Bassist der 2008 gegründeten Band, sortiert gerade den Kabelsalat, Florian Albers, Sänger, checkt sein Mikrofon. "Kommt, lasst ein bisschen jammen", schlägt Lukas Strickling vor, während er die Effekte seines Gitarrenpedals präsentiert.Volle Konzentration Ein Blick rüber zu Matthias Wiethoff. Der Schlagzeuger dreht die Sticks in den Händen, dann wird zum Warmwerden improvisiert. Mittlerweile ist auch Gitarrist Constantin Dransmann da. Er stimmt seine Gitarre, dann gibt er ein Zeichen: "Alles startklar, ab mit unser'n Songs."

Doch es ist weder typischer Alternative Rock noch Post-Hardcore, der da aus den Verstärkern dröhnt. "Inoffiziell bezeichnen wir uns als Gründer des Alterna-Core. Bei uns vermischt sich einfach beides", grinst Lukas. Während sie spielen, wirken die fünf Musiker hoch konzentriert. Sie wollen sich weiterentwickeln, sich und ihre Songs.Souveräne Posen Nach jedem Stück werfen sie Verbesserungsvorschläge in die Runde. "Klar wollen wir uns verbessern. Ein bisschen Ehrgeiz gehört doch dazu, auch wenn wir einfach gerne Musik machen", erklärt Matthias.

Voll da sind die fünf Jungs, die Proben werden ernst angegangen, als Vorbereitung auf den Auftritt angesehen. Sänger Florian hüpft hin und her, macht Posen, die sonst nur auf der Bühne zu sehen sind. Vielleicht macht er das unbewusst, auf jeden Fall wirkt es routiniert und souverän "Das ist mir noch nie aufgefallen. Im Vergleich zu Live-Konzerten ist das aber noch gar nichts", verrät er. Und da nennt er schon das wichtigste Stichwort, das einem bei Crunch einfällt: Live! Auf der Bühne - da fühlt sich die Band am wohlsten.Liebe zur Bühne Der erste Auftritt, Ende 2009 vor knapp 300 Zuschauern beim Recklinghäuser Festival "Rock in Ost", war der Moment, wo Crunch die Liebe zur Bühne zum ersten Mal richtig spürte. Seitdem spielen sie häufig in Haltern, doch auch weit darüber hinaus in Köln, Essen, Bochum und anderen großen Städten in NRW.

An einen Auftritt auf dem Heimatfest in Haltern kommt aber kein anderes Konzert heran: "Das war einfach so eine geile Stimmung", schwärmt Matthias und Florian ergänzt: "Wir sind ja immer etwas verrückt, was Konzerte angeht. Mal schmeißen wir Kamelle oder machen sonstwas. Auf diesem Heimatfestauftritt habe ich zum Beispiel literweise Freibier verteilt." Die Konzerte von Crunch sollen ein Erlebnis sein. Sie werden zwar "nicht komplett durchstrukturiert", einen Plan erstellen die fünf aber schon. "Damit auch alle Überraschungen klappen", sagt Constantin lachend. Diese explosiven Auftritte brachten der Band den Jugendkulturförderpreis 2010 ein. Anfang 2009 gewann Crunch zudem den Wettbewerb "CAN IT!" in Gronau.Riese aus dem Keller Und natürlich - ein Album gibt es auch. Ein halbes Jahr wurde seit dem Sommer 2009 aufgenommen, bis im Februar 2010 "The giant - out of the basement" veröffentlicht wurde. Es ist das bisher einzige Album. Doch das soll sich ändern: "Wir haben jetzt im Studio Sonarklang in Haltern ein paar neue Songs aufgenommen." Songs, die aus einer kleinen Idee entstanden: "Es war schon toll zu beobachten, wie aus einer Idee ein kompletter Song wurde. Mal sehen, was wir mit damit so anstellen", lässt Lukas die Zukunft der Aufnahmen aber vorerst offen. Doch Crunch wäre nicht Crunch, wenn nicht gleich ein Vorschlag aus den eigenen Reihen käme: "Wie wäre es mit einer kurzen CD? So mit circa fünf Songs?"Auftritte in ganz NRW

Die fünf Mitglieder von Crunch freuen sich aber noch mehr auf kommende Auftritte. "Im Sommer wird NRW wieder etwas bereist. Ich habe einige Auftritte an der Angel", kündigt Konzertorganisator Florian Albers an. Aber auch in Haltern sind Auftritte geplant: Am 1. Mai am Silbersee etwa oder aber auf dem Heimatfest - 2011 wird es jedenfalls noch genügend Möglichkeiten geben, sich von den außergewöhnlichen Live-Auftritten von Crunch zu überzeugen. Vielleicht ohne Freibier. Vielleicht ohne Kamelle. Dafür aber mit neuer Musik.

 

 

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