Die Halterner Senioreneinrichtungen bereiten sich auf den Corona-Impfstart vor, hier das Seniorenzentrum Kahrstege. © Jürgen Wolter
Impfvorbereitungen

Halterner Seniorenheime bereiten sich auf Corona-Impfungen vor

In den Halterner Seniorenheimen laufen die Vorbereitungen auf die Corona-Schutzimpfungen auf Hochtouren. Die Impfbereitschaft ist sehr hoch.

Haltern hat nicht die allerhöchste Priorität, vor dem Jahreswechsel wird es in der Seestadt laut Information des Kreises Recklinghausen keine Corona-Schutzimpfungen geben. Trotzdem bereiten sich alle Altenheime auf die anstehenden Corona-Schutzimpfungen in ihren Einrichtungen vor. Zurzeit läuft die Abfrage der Impfeinwilligungen, teilweise ist sie auch schon

abgeschlossen.

152 Bewohnerinnen und Bewohner leben in den Alteneinrichtungen St. Anna und St. Sixtus, die einen Verbund bilden. „Wir sind aktuell dabei, sie alle abzufragen, ob sie geimpft werden möchten“, sagt Verwaltungsmitarbeiter Detlef Völkering. „Dazu muss jeder natürlich seine Einwilligung geben. Das gleiche gilt für unsere rund 200 Mitarbeiter.“

Halterner Einrichtungen sind nicht als erste dran

Zwar sei die Abfrage noch nicht ganz abgeschlossen, aber Völkering stellt fest: „Die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, ist hoch.“ Er geht davon aus, dass zunächst Alteneinrichtungen in Städten mit höheren Corona-Fallzahlen als Haltern an der Reihe sind. Genaues wisse man noch nicht, aber die beiden Einrichtungen stünden nicht ganz vorn auf der Liste. Beide Häuser seien aber vorbereitet.

Gleiches gilt für das Seniorenzentrum Kahrstege, das vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) betrieben wird. „Wir haben die Befragung der Bewohner und auch der Mitarbeiter bereits abgeschlossen“, bestätigt Martin Berswordt, Pressesprecher des ASB in der Region, auf Nachfrage.

„Die entsprechenden Räume wurden in der Kahrstege in Haltern bereits hergerichtet, wir sind startklar. Allerdings stehen zunächst andere unserer Einrichtungen auf der Liste, in Haltern geht es erst etwas später los. Den genauen Zeitpunkt kennen wir noch nicht.“

„Die große Unbekannte ist die Impfstoffmenge“

Auch Martin Berswordt konstatiert eine sehr hohe Impfbereitschaft. „Man kann im Grunde sagen, dass es nur wenige Einzelfälle gibt, die nicht geimpft werden möchten.“ Bei den Bewohnern belaufe sich die Zahl der Impfwilligen auf etwa 95 Prozent. Auch bei den Mitarbeitern sei sie nicht viel niedriger. „Auf jeden Fall ist die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, in unseren Einrichtungen deutlich höher, als in der Gesamtbevölkerung“, so der ASB-Sprecher. „Das liegt natürlich auch daran, dass sowohl Bewohnern als auch Mitarbeitern in Senioreneinrichtungen die Tragweite einer Infektion sehr bewusst ist.“

Die große Unbekannte bei den geplanten Impfungen sei zunächst noch die Impfstoffmenge, die zur Verfügung stehe, sagt Martin Berswordt. „Wir wissen natürlich nicht, wie viele Impfdosen wir bekommen und ob sie reichen werden, beim ersten Mal auch alle Impfwilligen zu impfen.“

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Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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Jürgen Wolter

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