Halterner sitzen auf Flughäfen fest

Tuifly sagt Flüge ab

Flugbetreiber Tuifly hat wie angekündigt seinen Betrieb am Freitag fast komplett eingestellt. Viele Urlauber kommen nun von ihren Reisezielen nicht zurück in die Heimat oder müssen gar die geplante Urlaubsreise ausfallen lassen. Auch Halterner sind von diesen Problemen betroffen.

HALTERN

, 07.10.2016, 16:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kerstin Schemmer vom City Reisebüro an der Lippstraße 36 musste für eine fünfköpfige Gruppe einen Ersatzflug finden, da der Tuifly-Flug annuliert wurde.

Kerstin Schemmer vom City Reisebüro an der Lippstraße 36 musste für eine fünfköpfige Gruppe einen Ersatzflug finden, da der Tuifly-Flug annuliert wurde.

Das Telefon von Frauke Rademacher im Reisebüro Haltern an der Rekumer Straße hört nicht mehr auf zu klingeln. Ein Urlauber aus der Seestadt sitzt auf dem Flughafen der Kanareninsel Fuerteventura fest, da der Flugbetreiber Tuifly den Flug gestrichen hat. Auch weitere Halterner beklagen Stornierungen. Der Ferienflieger hatte am Freitag seinen Betrieb aufgrund massenhafter Krankmeldungen von Piloten und Kabinenpersonal fast komplett eingestellt.

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„Es ist leider sehr stressig, vor allem, da ich das Problem überhaupt nicht nachvollziehen kann“, sagt Frauke Rademacher, „das ist einfach nur höchst unfair den Kunden gegenüber, die nun hoffen müssen, irgendwie nach Hause oder gar überhaupt erst in den Urlaub zu kommen.“ Etwa 20 Nachfragen zu Flügen waren bereits bis Freitagmittag beim Reisebüro Haltern eingegangen. Einige Anrufe erreichen das Reisebüro, wie im erwähnten Fall, direkt von den Flughäfen.

Ersatzflug gefunden

Der Arbeitstag von Kerstin Schemmer im City Reisebüro an der Lippstraße war bis gestern Nachmittag entspannter hinsichtlich der Probleme mit Tuifly. Auch wenn er turbulent begann: Zur Öffnungszeit des Reisebüros um 9 Uhr stand sofort ein Kunde vor ihrer Tür. Dieser wollte mit vier weiteren Personen mit Air Berlin in den Urlaub fliegen. Doch Kerstin Schemmer hatte Glück: „Ich konnte schnell einen Ersatzflug finden, der Veranstalter ist sehr bemüht, allen Betroffenen eine Alternative anzubieten.“ Die Mehrkosten werden dann von der Fluglinie übernommen. So schnell klappte es indes bei Frauke Rademacher nicht immer: „Die Hotlines der Fluglinien laufen derzeit natürlich auf Hochtouren. Da braucht man schon mal viel Geduld, um an einen Ansprechpartner zu gelangen.“ In der Hoffnung, dass die Urlauber ohne große Verzögerungen wieder in die Seestadt zurückgelangen. 

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