Halterner Tafel steht vor dem Aus

Nachfolge ungeklärt

Vor 14 Jahren gegründet, steht die Halterner Tafel am Rande der Auflösung. "Bisher ist niemand für die Position der unabhängigen und ehrenamtlichen Vereinsführung zu finden", sagt Jutta Voskort.

HALTERN

, 01.09.2014, 21:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jutta Voskort sieht die Zukunft der Tafel in Gefahr.

Jutta Voskort sieht die Zukunft der Tafel in Gefahr.

Die bisherige 1. Vorsitzende des Vereins ist schon seit mehr als einem Jahr auf der Suche, um Interessierten schon im Vorfeld des Wahltermins einen Einblick in die Arbeit der Tätigkeit bei der Halterner Tafel zu ermöglichen. Eine außerordentliche Sitzung in der vergangenen Woche brachte auch nicht die Lösung.Voskort resigniert "Alle Arbeiten sind gut verteilt. Leider scheitert es immer nur am 1. Vorsitz. Alle Institutionen, Halterner Bürgerstiftung und Schirmherr Bürgermeister Bodo Klimpel können dabei nicht helfen", erklärt Voskort resignierend. Sie selbst und ihr Mann Helmut sind nicht mehr in der Lage, ihre ehrenamtliche Tätigkeit von 13 Jahren im Verein und acht Jahren im Vorstand fortzusetzen. Bei ihr keimt langsam die Angst vor dem Ende der Halterner Tafel. Treue ehrenamtliche Helfer engagieren sich seit Jahren und über mangelnde Bereitschaft zur Mitarbeit kann die Tafel nicht klagen. Selbst für die Vorstandsarbeit, 2. Vorsitz, Kassenwart und Schriftführer gibt es aus eigenen Reihen Bewerber. Nur die besagte erste Position, für die man auch ein logistisches Händchen braucht, wäre im kommenden Jahr unbesetzt.Keine brauchbare Lösung Selbst der Vorschlag von Jutta Voskort, die Arbeit des Vorsitzenden auf mehrere Schultern zu lagern, wurde diskutiert, blieb aber ohne brauchbare Lösung. Der angedachte Anschluss an einen karikativen Träger in der Stadt stieß in der Diskussion sogar auf Widerstand bis zur Ablehnung. "Die Auflösung des Vereins wäre die letzte Konsequenz und ohne Vorsitzenden unvermeidlich", sagt eine traurige Jutta Voskort. Schlimm für die Helfer, wäre es aber eine Katastrophe für eine immer größer werdende Zahl bedürftigen Mitbürger, die dienstags und donnerstags mit Berechtigungsschein das Angebot der Tafel nutzen.Bürgermeister will nicht eingreifen Bürgermeister Klimpel ließ über die Pressestelle ausrichten, dass er bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger öffentlich nicht eingreifen möchte.

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