Halterner verbrauchen deutlich weniger Wasser

Vergleichszahlen des Ruhrgebiets

Es sind eindeutige Zahlen: "Der Rückgang des Wasserverbrauchs ist auch für Haltern deutlich erkennbar", bestätigt Heidrun Becker, Pressesprecherin der Gelsenwasser AG, die Vergleichszahlen für das Ruhrgebiet. Aber das Sparen hat auch eine Kehrseite.

HALTERN

von Von Elke Rüdiger

, 13.11.2012, 06:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Trinkwasser der Gelsenwasser AG hat eine Spitzenqualität.

Das Trinkwasser der Gelsenwasser AG hat eine Spitzenqualität.

Insgesamt lieferten die öffentlichen Wasserversorgungsunternehmen in NRW im Jahr 2010 etwa 1,10 Milliarden Kubikmeter Wasser an Endverbraucher (1995: 1,31 Milliarden Kubikmeter). Der größte Teil davon ging mit 865 Millionen Kubikmetern an private Haushalte und Kleingewerbebetriebe. Auch der Anteil der Industrie sowie sonstiger Verbraucher sank von 368 Millionen Kubikmetern Wasser 1995 auf 235 Millionen. Zum Vergleich: Alle 77 nordrhein-westfälischen Talsperren bringen es zusammengenommen auf ein Fassungsvermögen von 1,15 Milliarden Kubikmetern.

In 2010 lag der Verbrauch pro Einwohner / Tag bei durchschnittlich 134,5 Liter Trinkwasser. Seit Mitte der 90er Jahre hat sich der tägliche Pro-Kopf-Verbrauch um 12,6 Liter reduziert. Tendenz weiter fallend. Nur etwa drei Liter stehen zum Kochen und Trinken auf der Rechnung. Gut 50 Liter gehen für Duschen, Baden und Händewaschen drauf. Als Durstlöscher wird das Wasser aus dem Kran eher weniger benutzt. „Obwohl die Qualität täglich untersucht wird und es deutlich günstiger ist als das Mineralwasser aus der Flasche“, wirbt Gelsenwasser für das „Kraneberger“.

Die Menschen achten mehr auf den Wasserverbrauch, und Geräte wie Spülmaschine und Waschmaschine sind effizienter geworden. „Wir sind Wasserspar-Weltmeister“, erklärte ein Gelsenwasser-Mitarbeiter. „Mit 2,9 Prozent Trinkwasserverbrauch des Wasservorkommens liegen wir an vorletzter Stelle auf der Länderliste.“ Aber das Sparen hat auch eine Kehrseite, denn die geringere Wassermenge kann anfallende „Frachten“ im Kanalsystem nicht problemlos wegspülen.

Auch die demografische Entwicklung hat Auswirkungen: Weniger Menschen ist gleich niedrigerer Wasserverbrauch. Aufwändungen für die Trinkwassernetz-Infrastruktur sind bei geringem wie bei hohem Verbrauch gleich. Folge: Der Kubikmeter Trinkwasser kann teurer werden. Technische Lösungen sind vor allem im Kanalbereich nicht in Sicht, nur „menschliche“: Speziell nach „größeren Geschäften“ nicht so oft die Spartaste für die Spülung drücken.

Insgesamt lieferten die öffentlichen Wasserversorgungsunternehmen in NRW im Jahr 2010 etwa 1,10 Milliarden Kubikmeter Wasser an Endverbraucher (1995: 1,31 Milliarden Kubikmeter). Der größte Teil davon ging mit 865 Millionen Kubikmetern an private Haushalte und Kleingewerbebetriebe. Auch der Anteil der Industrie sowie sonstiger Verbraucher sank von 368 Millionen Kubikmetern Wasser 1995 auf 235 Millionen. Zum Vergleich: Alle 77 nordrhein-westfälischen Talsperren bringen es zusammengenommen auf ein Fassungsvermögen von 1,15 Milliarden Kubikmetern.

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