Halterner Vereine zeigten Kampfkünste um damit Begeisterung zu wecken

mlzBudo-Aktionstag

Vereine aus der Umgebung hatten am Sonntag in die Drusushalle geladen, um interessierten Besuchern verschiedene Kampfkünste zu demonstrieren. Das Angebot kam gut an.

von Kai Borkenfeld

Haltern

, 03.03.2020, 14:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Welche Griffe gibt es beim Judo? Was zeichnet Taekwondo aus? Und was ist eigentlich Jiu-Jitsu? Um diese und andere Fragestellungen zu verschiedenen Kampfkünsten ging es am Sonntag beim Budo-Aktionstag in der Drusushalle.

Der Halterner Judo Club 66 e.V. hatte in Kooperation mit weiteren Kampfsportvereinen aus der Region zu dem Event eingeladen.

„Ziel unserer Aktion war es, die Unterschiede zwischen den verschiedenen Budo-Sportarten herauszustellen und Interessenten für eine dieser Sportarten zu begeistern – in Anlehnung an das Buch von Klaus Möwius“, so der Mitorganisator und Moderator der Veranstaltung, Dieter Drees.

Klaus Möwius gilt als „Judo- und Jiu-Jitsu-Pionier“ in Deutschland.

Klaus Möwius gilt als „Judo- und Jiu-Jitsu-Pionier“ in Deutschland. © Manfred_Rimkus

In seinem Buch „Mein Budo - Erinnerungen“ schreibt der mittlerweile 87-jährige Träger des Bundesverdienstkreuzes Klaus Möwius über die Erfahrungen aus seinem Budoleben. Möwius gilt als „Judo- und Jiu-Jitsu-Pionier“ in Deutschland. Er hatte sieben Judovereine, so auch den Halterner Judo-Club 66, gegründet.

Deshalb war er einer von vielen Ehrengästen des Tages. Unter ihnen auch die amtierenden Deutschen Meister und Gewinner der Bronze-Medaille bei der Europameisterschaft im Judo-Kata Michael Hoffman und Dieter Münnekhof, die ihre Kata in beeindruckender Weise dem Publikum vorführten.

Aufbauen des eigenen Selbstbewusstseins

Die rund 70 Besucher staunten nicht schlecht, während die unterschiedlichen Kampfsportarten vorgestellt wurden. Neben Judo, und Taekwondo wurde beim Aktionstag auch die Kunst des Bujinkan vorgestellt.

So wie es im Bujinkan gelehrt wird sahen die Zuschauer eine Darstellung im Kendo, das sogenannte Schwertziehen und das Laido hier Schwertfechten.

Bei den Budosportarten geht es um die unbewaffnete Selbstverteidigung und das Aufbauen des eigenen Selbstbewusstseins. Ziel ist es den Gegner - ob bewaffnet oder nicht - unschädlich zu machen, indem dieser unter Kontrolle gebracht oder kampfunfähig gemacht wird.

Wichtig, bei allen Budo-Sportarten, ist die Fairness und der gegenseitige Respekt. Jiu-Jitsu war eine der ersten Kampfkünste. Aus ihr entstanden viele neue Kampfsportarten, wie zum Beispiel die mittlerweile am meist verbreitete Kampfsportart in Deutschland: Judo.

Ziel in einem Judo-Wettkampf ist den Gegner durch das Anwenden verschiedener Techniken auf den Rücken zu werfen, in der Bodenlage zu halten oder mit Würge- oder Hebeltechniken zu besiegen. Dabei geht es in dem Sport aber auch um die Persönlichkeitsbildung und die Selbsterfahrung.

Michael Hoffmann (r.) und Dieter Münnekhoff zeigten die japanische Kampfkunst Kata.

Michael Hoffmann (r.) und Dieter Münnekhoff zeigten die japanische Kampfkunst Kata. © Manfred_Rimkus

„Das Besondere am Judo ist, dass jeder mitmachen kann. Selbst Leute mit Bandscheibenvorfall oder künstlicher Hüfte machen so weit mit, wie sie können“, sagt Dieter Drees, der selber noch in der Ü55-Mannschaft den Judosport betreibt.

Olympische Kampfkunst aus Korea

Eine weitere vorgestellte Kampfsportart war Taekwondo. Taekwondo ist eine seit dem Jahr 2000 olympische Kampfkunst aus Korea, in der es um die Selbstverteidigung geht. Im Gegensatz zu den anderen Kampfsportarten zeigte Salvatore de Cicco mit seinem Team wie beim Taekwondo mit Hand, - und Tritttechniken gekämpft wird. Hier wurde deutlich, dass es sehr auf Schnelligkeit und Dynamik ankommt. „Was man heute besonders gut sehen konnte, ist die sehr große Bandbreite des Sports“, zog Michael Wissing, der selbst viele verschiedene Kampfkünste beherrscht, ein Fazit.

Das Buch „Mein Budo – Erinnerungen“ von Klaus Möwius kostet 12,50 Euro. Bestellung per Mail: klaus.moewius@web.de
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