Halterns neuer Bürgermeister Andreas Stegemann legt den Amtseid ab

Erste Sitzung des Rates

Halterns neuer Bürgermeister wünscht sich vom neuen Rat ein faires, sachliches Miteinander. Zu Beginn einer fast dreistündigen Ratssitzung legte er am Dienstagabend den Amtseid ab.

Haltern

, 03.11.2020, 21:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Ablegung des Amtseids war für Andreas Stegemann ein bewegender Moment.

Die Ablegung des Amtseids war für Andreas Stegemann ein bewegender Moment. © Jürgen Wolter

Der neu gewählte Rat der Stadt Haltern trat unter Corona-Bedingungen zu seiner ersten Sitzung im Rathaus an. Auch wenn gute Worte und etliche Blumensträuße verteilt wurden, so richtig festlich war der Einstieg in die neue Ratsperiode nicht. Alle Ratsmitglieder trugen Maske und saßen zwischen Plexisglaswänden, gratuliert wurde natürlich auch nur auf Abstand.

Marlies Breuer von der Wählergemeinschaft eröffnete als „Alterspräsidentin“ die Ratssitzung. Seit 21 Jahren gestaltet sie Kommunalpolitik mit und will das auch weiterhin tun. Sie freue sich auf einen guten Austausch der 44 Ratsmitglieder aller Generationen und hoffe in dieser Legislaturperiode genauso auf neue, junge, wie auch überlegte und ausgleichende Aspekte zum Wohle der Stadt. Grundelement sei, Respekt voreinander zu haben, diesen zu zeigen und zu leben.

„Lassen Sie uns respektvoll miteinander umgehen und um die beste Lösung für unser Haltern am See ringen.“
Marlies Breuer

Bei der Bürgermeister-Wahl im September habe Andreas Stegemann das Vertrauen der Bürger gewonnen, so Marlies Breuer. Ihn bat sie, den Amtseid abzulegen. Was Andreas Stegemann natürlich auch tat. Zu den Blumen für Ehefrau Anne gab es Applaus von allen Politikern und den anwesenden Gästen.

Andreas Stegemann verzichtete auf Antrittsrede

Aufgrund der besonderen Situation und angesichts einer langen Tagesordnung verzichtete der neue Bürgermeister nach dem formalen Akt auf eine Antrittsrede. Vielmehr bat er zunächst um ein Gedenken an die Opfer des Terroranschlags in Wien, den er ausdrücklich verurteilte.

Die drei Halterner Bürgermeister: Andreas Stegemann und seine ehrenamtlichen Stellvertreterinnen Hiltrud Schlierkamp (r.) und Ulrike Doebler.

Die drei Halterner Bürgermeister: Andreas Stegemann und seine ehrenamtlichen Stellvertreterinnen Hiltrud Schlierkamp (r.) und Ulrike Doebler. © Jürgen Wolter

Bevor dann die beiden ehrenamtlichen, stellvertretenden Bürgermeister gewählt wurden, verpflichtete Stegemann die Ratsmitglieder. Sicherlich sei politisches Engagement aufwändig, aber es mache auch Freude, wenn man etwas für Haltern bewegen könne, so Stegemann.

Manfred Ernst für 30-jährige Ratstätigkeit geehrt

Die Wahl seiner Stellvertreter war geheim. Einzeln wurde jedes Ratsmitglied aufgerufen, seine Stimme abzugeben. Die Liste von CDU, Grüne, WGH und FDP schlugen Hiltrud Schlierkamp und Ulrike Doebler vor, die SPD nominierte Heinrich Wiengarten und Annegret Feldmann als Kandidaten. Mit 35 Stimmen wurden Hiltrud Schlierkamp als erste Stellvertreterin des Bürgermeisters gewählt, Ulrike Doebler (Die Grünen) als zweite Stellvertreterin.

Bürgermeister Stegemann überreichte Jubilar Manfred Ernst eine Collage mit Bildern von Haltern.

Bürgermeister Stegemann überreichte Jubilar Manfred Ernst eine Collage mit Bildern von Haltern. © Jürgen Wolter

Auch einen Jubilar galt es, kurz in den Mittelpunkt zu rücken: Manfred Ernst (CDU) gehörte 30 Jahre dem Rat an, kandidierte im September aber nicht mehr. Im August 1990 folgte er Ratsfrau Sixta Lehmacher nach, war vorher aber bereits sechs Jahre sachkundiger Bürger. Wirtschaft und Baupolitik waren seine Steckenpferde. „Deine sachliche und fundierte Art der politischen Diskussion sorgten mit dafür, dass wir in den Fachausschüssen und im Rat überaus zielorientiert gearbeitet haben“, honorierte Andreas Stegemann den kommunalpolitischen Einsatz auch in leitenden Funktionen. Sicherlich werde er ihn noch das eine oder andere Mal um Rat fragen.

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