Halterns Politik will mitbestimmen, um Auswüchse wie im Elterbreischlag zu verhindern

Bei Bauprojekten

Ein Fall wie in Sythen im Elterbreischlag soll sich nicht wiederholen. Deshalb muss die Verwaltung künftig die Politik einschalten, wenn Bauherren ihre Projekte maßgeblich verändern wollen.

Haltern

, 06.03.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine gewaltige Häuserfront ist durch die Verbindung der einzelnen Gebäudekomplexe im Sythener Elterbreischlag entstanden.

Eine gewaltige Häuserfront ist durch die Verbindung der einzelnen Gebäudekomplexe im Sythener Elterbreischlag entstanden. So etwas soll nicht wieder passieren. © Ingrid Wielens

Die Halterner Stadtverwaltung kann nicht mehr allein entscheiden, wenn Bauherren künftig von Festsetzungen im Bebauungsplan befreit werden wollen. Das gilt bei einer Überschreitung der höchstzulässigen Wohnungsanzahl sowie der Gesamthöhe des Hauses um mehr als 50 Zentimeter, der Überschreitung der Geschossigkeit und der überbaubaren Grundstücksfläche um mehr als 50 Quadratmeter. Befreiungsanträge müssen immer dem Ausschuss Stadtentwicklung/Umwelt vorgelegt werden.

„Ein gerechtfertigtes Anliegen“ der Politik

Die CDU hatte einen entsprechenden Antrag gestellt, nachdem es in Sythen großen Ärger gegeben hatte. TSC Osmium setzte dort entgegen den zunächst genehmigten Plänen seniorengerechte Wohnungen in geschlossener Bauweise in einem 3-Gebäude-Riegel und einem 2-Gebäude-Riegel um. Die Stadt hatte dazu eine Befreiung erteilt. Durch die massive Wirkung des Baukörpers fühlen sich die umliegenden Anwohner erheblich bedrängt.

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Oliver Bussmann (FDP) sprach in diesem Zusammenhang von einem „massiven Vertrauensverlust“ und „einem gestörten Verhältnis zwischen Politik und Verwaltung“. Grundsätzlich hoffen alle Parteien, dass sich Auswüchse wie in Sythen durch die neue Übereinkunft nicht wiederholen. Den Antrag der CDU betrachteten alle Parteien im Stadtentwicklungsausschuss als „gerechtfertigtes Anliegen“ der Politik.

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