Hof Schlüter öffnete seine Stalltüren

Aktionstag

Zum fünften Mal machte Bärbel Schlüter bei der Aktion "Pferdestärken" der Münster-Landtouristik mit. Das sehr vielseitige Programm bestritt allein die 30-köpfige Belegschaft des Hofes.

LAVESUM

von Von Sabine Bornemann

, 16.08.2011, 14:14 Uhr / Lesedauer: 1 min

In kurzen Einheiten konnten die Besucher auch selber mitmachen, z. B. beim Ride Aerobic. Hier geht es um das Körpergefühl des Reiters und sein Gespür für das Tier. In den Physiotherapiekursen lernen die Reiter alles über die Bewegungsabläufe der Tiere, ihren Muskelaufbau und wie man mit typischen Reiterproblemen fertig wird. Auch bei der „Arbeit an der Hand“ geht es um Psychologie und die Klärung von Dominanzverhältnissen. Für die Kinder war das „Pony Painting“ sicher eine einmalige Gelegenheit: Wann kann man schon mal einem Pferd so nahe kommen, es anfassen und mit Fingerfarben bemalen.

1990 hatte Bärbel Schlüter den Hof übernommen und angefangen, von der früheren Kälberzucht und Bullenmast in kleinen Schritten auf einen Pferdehof umzustellen. Sie besaß damals ein eigenes Pferd mit einer autistischen Erkrankung. Das Tier konnte irgendwann nicht mehr alleine sein und deshalb stellte sie bald ein Pony dazu. Dann wurden es immer mehr Pferde. Auch wenn heute über 50 Tiere in ihrem Pensionsstall stehen, ist ihr der persönliche Kontakt zu den Pferdebesitzern sehr wichtig. Die Leute haben hier nicht nur eine Boxennummer. Und nicht jeder ist Eigentümer eines Pferdes.

Es gibt Reitbeteiligungen, d.h. man übernimmt die Versorgung eines Tieres regelmäßig für 1-2 Tage pro Woche. Das beschränkt sich dann natürlich nicht nur aufs Reiten, sondern umfasst auch Pflege, Füttern, Stall ausmisten usw. Auch wenn ein Tier mal krank wird und nicht geritten werden kann, muss man sich darum kümmern. Ein Pferd zu besitzen bedeutet schon eine große Verantwortung.

Lesen Sie jetzt