Hunderte Sternsinger zogen durch Haltern

Dreikönigs-Wochenende

„Im letzten Jahr bin ich fast einen Marathon gelaufen“, erzählt Marit Engler: „Aber Spaß gemacht hat es trotzdem“. Sie gehörte zu den Sternsingern, die am Wochenende im Halterner Stadtgebiet unterwegs waren. Wir haben einige der Gruppen begleitet, hier finden Sie eine Fotostrecke und ein Video.

HALTERN

, 07.01.2018, 13:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lisa, Emira, Janne und Marit machen sich auf den Weg (v.l.)

Lisa, Emira, Janne und Marit machen sich auf den Weg (v.l.) © Foto: Jürgen Wolter

Zusammen mit Lisa Nöldemann, Emira Neuberth und ihrer kleinen Schwester Janne startete Marit Engler am frühen Samstagmorgen an der Heilig-Kreuz-Kirche in Hamm-Bossendorf. Dort hatte Diakon Markus Kemper die Sternsinger des Ortsteils zuvor in einer Aussendungsfeier auf den Weg geschickt. „Ihr bringt die Liebe und Freude Christi zu den Menschen“, gab er den kleinen (und großen) Sternsingern mit auf den Weg.

24 Kinder hatten sich eingefunden sowie drei Erwachsene. „Es wird immer schwieriger genug Kinder zu finden, die mitmachen, wir haben massiv Werbung gemacht“, sagt Nicole Echtermeyer vom Organisationsteam. Dieser Trend ist in nahezu allen Gemeinden, nicht nur in Haltern, zu beobachten. Das Interesse, bei der Sternsingeraktion mitzumachen, nimmt generell ab. Deshalb hatten sich in Hamm-Bossendorf auch drei Erwachsene als Sternsingergruppe zur Verfügung gestellt. „Wir freuen uns jetzt, dass wir zum Schluss doch noch eine gute Zahl zusammen bekommen haben“, so Nicole Echtermeyer.

Eine besondere Gruppe zog in Sythen um die Häuser: Mit Jano (7), Simon (8), Roman (9), Jannis (10), Ben (10) und Tobias (13), setzt sich am Freitag in Sythen eine 100-jährige Tradition fort, der Königssinger. „In der Nachbarschaft Schiötten - Drügen Pütt und heute einem Teil der oberen Dorfstraße, existiert damit eine Tradition, die um einiges älter ist, als die der Sternsinger in der Gemeinde St. Joseph“, berichtet Helmut Plogmaker. Er selbst, Jahrgang 1951, hat als Sechsjähriger erstmals daran teilnehmen dürfen und kann sich an seinen 1901 geborenen Großvater erinnern, der von seinen Gängen von Haus zu Haus zu berichten wusste.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Die Sternsinger zogen durch Haltern

07.01.2018
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Volle Konzentration: Marit schreibt den Segensspruch an eine Hauswand© Foto: Jürgen Wolter
Auch in Lavesum zogen die Sternsinger durch die Siedlungen.© Foto: Kevin Kindel
Bei Hermann Köster gibts auch was Süßes für die vier Sternsinger.© Foto: Jürgen Wolter
Zuerst wird gesungen: Heike Engler untertstützt Marit, Lisa, Janne und Emira (v.l.)© Foto: Jürgen Wolter
Auch bei Papa Carsten Engler gibts was Süßes.© Foto: Jürgen Wolter
Lisa, Emira, Janne und Marit machen sich auf den Weg (v.l.)© Foto: Jürgen Wolter
Lisa, Emira, Marit und Janne machen sich belgeitet von Heike Engler auf den Weg (v.l.)© Foto: Jürgen Wolter
Die erste Spende, die Janne, Emira, Marit und Lisa erhalten, kommt von Hedwig Kösters.© Foto: Jürgen Wolter
Mit dem besten Sammelergebnis der letzten fünf Jahre endete die diesjährige Sternsingeraktion „Segen bringen, Segen sein" in Sythen. Bis Samstagabend haben 69 Kinder in 17 Gruppen 6923,91 Euro gesammelt.© Foto: Steffi Papproth
24 Kinder und drei Erwachsene machten sich in Hamm-Bossendorf an der Heilig-Kreuz-Kirche auf den Weg.© Foto: Jürgen Wolter
Drei Generationen Heilige Drei Könige der Nachbarschaft Am Schiötten / Drügen Pütt setzen die 100-jährige Tradition im Bereich der Nachbarschaft und Teilen der Dorfstraße fort und ziehen von Haus zu Haus.© Foto:Holger Steffe
70 Sternsinger der Gemeinden St. Marien, St. Sixtus und St. Laurentius, festlich geschmückt mit Krone und Gewand, machten sich auf den Weg, um den Segen in die Häuser der Menschen zu bringen und Geld für wohltätige Zwecke zu sammeln.© Foto: Edith Groth
50 Kinder und 14 Betreuer trafen sich am Samstagmorgen zur diesjährigen Sternsingeraktion in Flaesheim.© Foto: Horst Lehr
Sythen. Mit dem besten Sammelergebnis der letzten fünf Jahre endete die diesjährige Sternsingeraktion „Segen bringen, Segen sein" in Sythen. Bis Samstagabend haben 69 Kinder in 17 Gruppen 6923,91 Euro gesammelt. Das Vorbereitungsteam der Gemeinde St. Joseph hatte dabei auch gut zu tun. So wurde direkt nach der Aussendungsfeier in der Kirche der größte Topf der Gemeindeküche für das gemeinsame Mittagessen auf den Herd gestellt. Für die etwa 90 hungrigen Esser gab es Nudeln mit Bolognesesauce, dazu Rohkostteller und zum Nachtisch eine Quarkspeise mit Schokostreuseln. Dafür hatte das Küchenteam 10 Kilo Nudeln, 10 Kilo Gehacktes, 10 Liter passierte Tomaten, 2 Kilo Zwiebeln, dazu Paprika, Tomaten, Möhren, Gurken und 6 Kilo Quark für das Dessert gekauft. Außerdem gab es noch Kaffee für die Erwachsenen und Wasser für die Kinder. Das trockene Wetter und sicher auch die neben dem Geld gesammelten Süßigkeiten trugen dazu bei, dass diese Aktion wieder ein voller Erfolg war. (spa)© Foto: Steffi Papproth
70 Sternsinger der Gemeinden St. Marien, St. Sixtus und St. Laurentius, festlich geschmückt mit Krone und Gewand, machten sich auf den Weg, um den Segen in die Häuser der Menschen zu bringen und Geld für wohltätige Zwecke zu sammeln.© Foto: Edith Groth
50 Kinder und 14 Betreuer trafen sich am Samstagmorgen zur diesjährigen Sternsingeraktion in Flaesheim.© Foto: Horst Lehr
Lisa, Emira, Janne und Marit machen sich auf den Weg (v.l.)© Foto: Jürgen Wolter
Auch bei Papa Carsten Engler gibts was Süßes.© Foto: Jürgen Wolter
Drei Generationen Heilige Drei Könige der Nachbarschaft Am Schiötten / Drügen Pütt, setzen die 100-jährige Tradition im Bereich der Nachbarschaft und Teilen der Dorfstraße fort und ziehen von Haus zu Haus.© Foto:Holger Steffe

Helmut, sein Sohn Andreas Plogmaker und Nachbar Stefan Dreck sind stolz und froh, dass diese Tradition von ihren Söhnen und Enkeln so fortgesetzt wird. „Der Stern, den die Jungs mit sich führen, stammt noch aus der Mitte der 50 Jahre“, weiß Helmut Plogmaker. „Er sieht noch genauso aus“, bestätigt Stefan Dreck, der 1980 erstmals die Königssinger begleiten durfte.

Die diesjährige Sammlung der Sternsinger steht unter dem Motto „Gemeinsam gegen Kinderarmut – in Indien und weltweit“. Der Erlös soll vor allem der Kinderarbeit auf dem indischen Subkontinent entgegenwirken, und den Kindern eine Schulbildung ermöglichen. In Hamm-Bossendorf kamen im Endeffekt 3256,86 Euro zusammen: knapp 400 Euro mehr als im Vorjahr. Insgesamt zählten die Gemeinden St. Sixtus, St. Marien, St. Laurentius und Heilig Kreuz 10.540,60 Euro. In Lavesum waren es 3914, in Sythen 6923,91 und in Hullern 3830,79 Euro.

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