IBAN wird jetzt endgültig Pflicht für alle

Umstellung im Zahlungsverkehr

In zwei Wochen endet die letzte Frist für private Kunden bei der Umstellung auf die neuen europaweiten Kontonummern: Ab dem 1. Februar können Verbraucher nach einer langen Übergangsfrist für sämtliche Überweisungen - auch inländische - nur noch die International Bank Account Number, kurz IBAN, nutzen.

HALTERN

, 15.01.2016, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Mann füllt am 15.11.2013 in Hamburg einen SEPA-Überweisungsträger  mit der internationalen Kontonummer IBAN aus. Bankkunden hatten zwei Jahre Zeit, um sich an die 22-stellige IBAN zu gewöhnen. Im Februar 2016 müssen dann alle diese neue  Nummer nutzen. Foto: Angelika Warmuth/dpa (zu dpa "IBAN wird endgültig Pflicht - «Konto für jedermann» kommt" vom 27.12.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Mann füllt am 15.11.2013 in Hamburg einen SEPA-Überweisungsträger mit der internationalen Kontonummer IBAN aus. Bankkunden hatten zwei Jahre Zeit, um sich an die 22-stellige IBAN zu gewöhnen. Im Februar 2016 müssen dann alle diese neue Nummer nutzen. Foto: Angelika Warmuth/dpa (zu dpa "IBAN wird endgültig Pflicht - «Konto für jedermann» kommt" vom 27.12.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Die wenigen Ziffern ihrer Kontonummer können die meisten Menschen im Schlaf herunterbeten. Dazu noch die Bankleitzahl - kein Problem. Schließlich begleitet einen die Bankverbindung in der Regel über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Doch in Kürze heißt es endgültig Abschied nehmen von den altbekannten Kombinationen. "Das fällt nicht allen Kunden einfach", wie Julia Bauermann von der Marketing-Abteilung der Volksbank Haltern zu berichten weiß. Doch schon bald gelte: Ist die IBAN nicht auf dem Überweisungsträger eingetragen, dürfen Banken den Auftrag nicht ausführen.

22-stellige Nummer

Am 1. Februar 2016 endet die Übergangsfrist beim neuen Sepa-Standard. Bauermann: "Auch Privatpersonen müssen dann für alle Überweisungen die IBAN mit ihren 22 Stellen verwenden." Zwei Jahre hatten Kunden Zeit, sich an die IBAN zu gewöhnen. "Die bisherigen Kontonummern und Bankleitzahlen waren im Prinzip schon 2014 abgeschafft und durch die neue internationale Kontonummer ersetzt worden", ergänzt Helmut Kanter von der Stadtsparkasse Haltern. Er sagt: "Die meisten Menschen haben sich schon an die IBAN gewöhnt, einige wenige halten aber immer noch an Kontonummer und Bankleitzahl fest." Gerade älteren Menschen falle die Umgewöhnung schwer.

Zwei Prüfziffern

Dabei lässt sich die IBAN mit relativ einfachen Mitteln ableiten. Die IBAN besteht immer aus 22 Stellen. Für deutsche Bankkunden beginnt sie mit den Buchstaben DE, es folgen zwei Prüfziffern, dann die altbekannte Bankleitzahl und Kontonummer. Ist eine Kontonummer kürzer als zehn Stellen, werden ihr Nullen vorangestellt.

Wie beide Bankinstitute mitteilen, wurden Kunden in der Vergangenheit bereits umfangreich über die Neuregelungen informiert. Alle wichtigen Informationen sind auch auf den Internetseiten der Volksbank und Sparkasse und zum Teil auch auf Kontoauszügen nachzulesen.

Lesen Sie jetzt