Das Schulzentrum soll erweitert werden. Als Bauplatz ist der Bolzplatz an der Annabergstraße, auf dem Foto im Vordergrund rechts, vorgesehen. © Bludau
Schulzentrum

Im Halterner Schulzentrum wird es zu eng – Stadt plant deshalb Neubau

Das Schulzentrum an der Holtwicker Straße mit Realschule und Gymnasium ist groß, aber nicht groß genug. Bis zum Schuljahr 2026 will die Stadt mithilfe der Politik neue Fakten schaffen.

Derzeit besuchen 855 Schülerinnen und Schüler die Alexander-Lebenstein-Realschule, 1036 das Joseph-König-Gymnasium. Nicht nur diese Zahlen, sondern auch andere Faktoren führen dazu, dass das Schulzentrum zu klein wird. Schon seit 2017 gibt es Überlegungen zu einer Erweiterung, jetzt soll die Politik handeln. Die Verwaltung schlägt vor, im Schulausschuss am 1. Juni einen Grundsatzbeschluss zu fassen, damit der Weg für einen Anbau mit 18 Klassenräumen geebnet werden kann.

Der Druck wächst. Zum Beispiel auch durch die Rückkehr zu G9, also dem Abitur nach neun Jahren. Konkrete räumliche Auswirkungen habe die Rückkehr mit Beginn des Schuljahres 2026/27, schreibt die Verwaltung.

Neue Anforderungen benötigen zusätzliche Räume

Zusätzlichen Platz brauchen die Schulen seit Inkrafttreten der Inklusion und der damit verbundenen Wahlmöglichkeit für Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarfen, eine Förderschule oder eine Regelschule besuchen zu können. Im Schulzentrum mussten dafür räumliche Voraussetzungen geschaffen werden. Auch die Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund beansprucht Platz.

Seit einiger Zeit schon nutzt das Gymnasium drei Klassenräume der Joseph-Hennewig-Hauptschule, für die Realschule reservierte die Verwaltung eine Etage in der alten Erich-Kästner-Schule. Bei der Nutzung der Räume im Schulzentrum sprechen sich Realschule und Gymnasium ab.

Letztlich, auch angesichts steigender Schülerzahlen in Haltern, läuft alles auf eine Erweiterung des Schulzentrums hinaus. Der Verwaltung ist allerdings an einer zukunftsfähigen Gesamtkonzeption für die weiterführenden Schulen gelegen. So wie es auch in einem CDU-Antrag von 2017 formuliert wurde.

CDU-Antrag von 2017

Bereits 2017 hatte die CDU-Fraktion einen Antrag gestellt, die Situation an den weiterführenden Schulen Halterns zu prüfen. Raumprobleme sollten danach nicht durch Einzelmaßnahmen gelöst werden, sondern im Rahmen eines Gesamtkonzeptes.

Die Stadt führt seit 2018 ein internes Bauinvestitionscontrolling (BIC) als strategisches Steuerungselement für größere Bauvorhaben wie diese durch. Sie ist in Phase 2 (von sieben) angekommen, diese beinhaltet nun den politischen Grundsatzbeschluss.

Nach der Sommerpause wird die Finanzierung beraten

Geplant ist ein dreigeschossiger Bau auf dem heutigen Bolzplatz an der Annabergstraße. Diese Erweiterung sei, so die Verwaltung, eine sinnvolle Investition in die Zukunft der schulischen Infrastruktur im Bereich der weiterführenden Schulen. Nach einem positivem Votum im Ausschuss will die Verwaltung einen detaillierten Bau- und Finanzierungsbeschluss für den nächsten Sitzungszyklus nach den Sommerferien erarbeiten. Im Schuljahr 2026/27 soll erstmals Unterricht in den neuen Räumen stattfinden.

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Elisabeth Schrief

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