Coronavirus: Im Verdachtsfall sind Hausarzt oder Gesundheitsamt die ersten Ansprechpartner

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Dem Ärztenetz Haltern und dem Kreis Recklinghausen sind nach wie vor keine Coronavirus-Fälle bekannt. Eine Medizinerin erklärt, was Menschen im Verdachtsfall tun sollten.

Haltern

, 27.02.2020, 15:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Kreis Recklinghausen informiert im Zusammenhang mit dem Coronavirus ab sofort auf seiner Webseite über aktuelle Entwicklungen. Bislang gebe es keinen nachgewiesenen Erkrankungsfall im Kreis Recklinghausen, hieß es am Donnerstag. Das Gesundheitsamt behalte die Lage kontinuierlich im Blick. Im Kreisgebiet seien auch die Krankenhäuser, die Rettungsdienste und die Kreisleitstelle informiert und vorbereitet, hieß es weiter.

Auch bei einem turnusgemäßen Treffen sämtlicher Krankenhäuser des Kreises am Mittwoch sei der Coronavirus Thema gewesen. Nähere Auskunft dazu wollte ein Sprecher des Kreises allerdings nicht geben. Auch die Pressestelle des Katholischen Klinikums Ruhrgebiet (KKRN) in Dorsten, zu dem auch das Halterner Sixtus-Hospital gehört, wollte keine näheren Angaben zu dem Treffen machen.

Keine Sorge bei normalem Immunsystem

Auch dem Ärztenetz Haltern sind bislang keine Coronavirus-Verdachtsfälle bekannt. Sprecherin Dr. Astrid Keller versuchte zu beruhigen. „Ähnlich wie beim Grippevirus kommen gesunde Menschen mit einem normalen Immunsystem in der Regel mit dem grippeähnlichen Krankheitsverlauf klar“, teilte die Medizinerin mit. Es könnten Lungenentzündungen auftreten, diese seien besonders für Menschen mit chronischen Erkrankungen und abgeschwächtem Immunsystem (zum Beispiel mit Diabetes mellitus, Rheuma, Cortisontherapie, Lungenerkrankungen) gefährlich. Betroffene Personen sollten größere Menschenmengen meiden und die Hände häufig waschen.

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Das Robert Koch-Institut (RKI) empfehle aktuell, dass Menschen mit Grippesymptomen (Fieber, Husten, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen) und Kontakt zu Personen aus China oder Norditalien sich beim Hausarzt telefonisch oder direkt beim Gesundheitsamt melden sollen. Keller: „Dann können weitere Maßnahmen zusammen mit dem Gesundheitsamt ergriffen werden.“

Bei konkretem Verdacht würden die Patienten in einen getrennten Raum verbracht, führte die Ärztenetz-Sprecherin aus. Zur Diagnosesicherung könnten Rachenabstriche genommen werden. Alle weiteren Maßnahmen - häusliche „Isolation“ oder stationäre Einweisung - hingen vom Allgemeinzustand des Patienten ab. Mit der Stadt Haltern gebe es keine weiteren Vereinbarungen.

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