Immobilien-Standort-Gemeinschaft ist gescheitert

Zu viel Gegenwind

Der Traum von einer Immobilien-Standort-Gemeinschaft (ISG) in Haltern ist geplatzt. "Wir sind nicht an den Gegnern, sondern am Prozedere gescheitert", sagt Geschäftsführer Christoph Kleinefeld.

HALTERN

von Von Berthold Fehmer

, 25.03.2011, 20:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Leider geben wir damit auch die Möglichkeit auf, mit privatem Engagement viel Gutes und auch Notwendiges für die Innenstadt Halterns zu bewegen.“ Die Idee der ISG hält Kleinefeld nach wie vor für richtig. „Es ist auch keine Ewigkeits-Entscheidung. Aber es sollen sich andere gerichtlich die Hörner abstoßen.“ Die Arbeit niederzulegen, sei eine schwere Entscheidung gewesen. Zuvor habe man alle Alternativen geprüft, etwa mit mehreren Satzungen für die Straßen zu operieren. Bereits am knappen Ergebnis des öffentlichen Beteiligungsverfahren hatten die ISG-Gegner Zweifel geäußert, wurden aber von Behördenseite widerlegt.

Die Antastbarkeit der Satzung durch gerichtliche Klagen, zeitverzögernde, juristische Widersprüche, ein überholtes Einheitswertverfahren für Immobilien, fehlende Informationen über Art und Nutzung der betroffenen Immobilien: „Das alles behindert das dynamische und schwungvolle Engagement“, so die Erklärung. „Wir bekommen die Kraft der ISG-Idee nicht mit einer Satzung auf die Straße.“Manchem Eigentümer sei selbst ein monatlicher Aufwand im Wert von vier Zigarettenschachteln zu viel gewesen. Der Vorstand der ISG bedankt sich für den Zuspruch von mehr als zwei Drittel aller Eigentümer der Innenstadt sowie Stadtverwaltung und Parteien. „Und wir entschuldigen uns bei denen, die sich von unserer Zukunftsvision einer Immobilien-Standort-Gemeinschaft in unserer Stadt unter Druck gesetzt fühlten.“  

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