Das Impfzentrums für den Kreis Recklinghausen steht auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Recklinghausen. Es ist in dieser Woche fertig, aber geimpft wird dort noch lange nicht. © Jörg Gutzeit/Martin Klose
Coronavirus

Impfzentrum steht monatelang leer: Das Land gibt Antworten

Das Impfzentrum in Recklinghausen ist fertig. Genutzt wird es aber erst im Frühjahr 2021. Ist das nicht unsinnig? Nein, findet das zuständige Landesministerium. Fragen und Antworten dazu.

In Recklinghausen wird derzeit das Impfzentrum für das gesamte Kreisgebiet aufgebaut. Seit Dienstag (15.12.) ist es praktisch einsatzbereit. Das wurde als Vorgabe an alle Kommunen und Kreise für die Installierung der Impfzentren kommuniziert.

Allerdings heißt es seit einigen Tagen auch, dass die ersten Impfungen dort erst im Frühjahr des kommenden Jahres vorgenommen werden. Bis dahin steht das Impfzentrum leer. Es muss auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Recklinghausen jedoch von nun an bewacht werden.

Wir haben beim Land Nordrhein-Westfalen nachgefragt, ob das so Sinn ergibt. Hier unsere Fragen und die Antworten des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Düsseldorf.

Ist es der Normalzustand, dass die Impfzentren zwar einsatzbereit sind, aber erst im Frühjahr den Betrieb aufnehmen können, oder gibt es dort landesweite Unterschiede?

Zum Stichtag 15. Dezember werden die Impfzentren einsatzbereit und bis zur Lieferung erster Impfstoffdosen im „stand by“ sein. Die Betriebsaufnahme erfolgt mit der Bereitstellung von ersten Impfstoffdosen durch das Land. Der Zeitpunkt der Betriebsaufnahme wird den Kommunen und Kreisen sowie den Kassenärztlichen Vereinigungen rechtzeitig beziehungsweise mit zeitlichem Vorlauf durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales mitgeteilt.

Wäre es eine Möglichkeit gewesen, das Zentrum eventuell erst kurz vor dem Start der eigentlichen Impfungen aufzubauen, um so etwaige Kosten zu verhindern? Oder war ein sofortiger Aufbau unausweichlich?

Das Bundesgesundheitsministerium hat die Vorgabe gemacht, dass die Impfstrukturen und Impfzentren in den Ländern bis zum 15. Dezember stehen sollen. In Anbetracht der immensen Herausforderung für alle Beteiligten ist es sinnvoll, dass die Strukturen und Impfzentren möglichst frühzeitig stehen, um gegebenenfalls noch einen zeitlichen Puffer zu haben, um gemeinsam vor Ort Abläufe und Prozesse zu besprechen und bestmöglich aufeinander abzustimmen.

Woran liegt es, dass möglicherweise einige Impfzentren den Betrieb erst im Frühjahr aufnehmen können? Hängt dies mit dem Umstand zusammen, dass zunächst bestimmte Gruppen durch mobile Einsatzteams geimpft werden sollen?

Siehe Antwort zu Frage 1. Die Impfzentren werden zum 15. Dezember einsatzbereit sein. Geplant ist, parallel in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und Impfzentren mit der Verimpfung zu beginnen, sobald zugelassener Impfstoff zur Verfügung steht.

Ihre Autoren
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
Zur Autorenseite
Thomas Schroeter
Redakteur
Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
Zur Autorenseite
Marius Paul

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt