In der Kläranlage Haltern-Mitte erneuert der Lippeverband drei Schlammsilos

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Der Lippeverband ersetzt drei alte Silos an der Wasserwerkstraße. Die Abwasserreinigung läuft während der Bauphase weiter.

Haltern

, 24.02.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Drei alte Schlammsilos an der Wasserwerkstraße, die zur Kläranlage Haltern-Mitte gehören, werden ab Montag (25. Februar) vom Lippeverband abgebrochen und durch neue ersetzt. Die Anlage dient seit den 1980er-Jahren der Schlammspeicherung und -entwässerung. „Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende des Jahres“, teilte der Lippeverband mit.

Kosten: 1,3 Millionen Euro

Der Lippeverband geht von Kosten in Höhe von 1,3 Millionen Euro für diese Sanierungsmaßnahme aus. Statt bisher drei Silos mit jeweils gleichem Volumen von 950 Kubikmetern sind nun zwei Behälter mit identischem Volumen und einer mit doppeltem Fassungsvermögen vorgesehen. Die neuen Silos bestehen aus Edelstahl.

Die Kläranlagen Haltern-Mitte am Lippspieker und Haltern-West an der Dorstener Straße bilden einen Verbund. In Mitte wird Abwasser mechanisch von Grobstoffen gereinigt, in West findet hauptsächlich die biologische Klärung statt. Die Standorte sind unterirdisch über Druckrohrleitungen miteinander verbunden.

Nach der biologischen Reinigung gelangt der Überschussschlamm zurück nach Haltern-Mitte, wo er zum sogenannten Ausfaulen in die Silos geleitet wird. Bei diesem Trennungsprozess sammelt sich oben die leichtere Flüssigkeit, unten bleibt der Schlamm zurück. Das Trübwasser wird langsam und kontrolliert in den Kreislauf des Klärwerks zurückgeführt.

Geruchsentwicklungen nicht ausgeschlossen

Der Schlamm wird mechanisch entwässert und gelangt in eine Verbrennungsanlage. Während der Bauphase rechnet der Lippeverband damit, dass pro Tag 60 Kubikmeter Schlamm und Wasser anfallen, das entspricht drei Lkw-Ladungen, die abgefahren werden. Während der Abfuhr können Geruchsentwicklungen vermutlich nicht ausgeschlossen werden.

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