Jens Holtkamp wandert mit 250 Heidschnucken zum Seehof

Aus der Westruper Heide

Unterwegs aus der Westruper Heide zum Hotel Seehof ist Schäfer Jens Holtkamp mit 250 Heidschnucken und zwei Hütehunden. Dort soll das Gras auf natürliche Weise gestutzt werden.

HALTERN

von Von Elke Rüdiger

, 24.10.2011, 17:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
250 Heidschnucken geben sich die Ehre für ein Foto mit Nina Berse und Jens Holtkamp. "keine Panik", beruhigte der Schäfer, "die Tiere sind noch weit weg."

250 Heidschnucken geben sich die Ehre für ein Foto mit Nina Berse und Jens Holtkamp. "keine Panik", beruhigte der Schäfer, "die Tiere sind noch weit weg."

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Heidschnucken-Wanderung

Mit 250 Heidschnucken und zwei Hütehunden machte sich Schäfer Jens Holtkamp auf den Weg aus der Westruper Heide zum Seehof.
24.10.2011
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Die Heidschnucken kommen aus der Westruper heide und machen hinter dem Seehof die Biegung auf die Hullerner Straße.© Foto Elke Rüdiger
Schäfer Jens Holtkamp lockt die 250 Heidschnucken mit "komischen" Lauten, Pfiffen; dem Hütehund Henry gelten klare Ansagen, was von dem Vierbeiner erwartet wird.© Foto Elke Rüdiger
Die Heidschnucken kommen aus der Westruper heide und machen hinter dem Seehof die Biegung auf die Hullerner Straße. Es hatte den Anschein, als wollten sie sogar die Ampel nutzen. - waren aber wohl farbenblind.© Foto Elke Rüdiger
Schäfer Jens Holtkamp lockt die 250 Heidschnucken mit "komischen" Lauten, Pfiffen; dem Hütehund Henry gelten klare Ansagen, was von dem Vierbeiner erwartet wird.© Foto Elke Rüdiger
Schäfer Jens Holtkamp lockt die 250 Heidschnucken mit "komischen" Lauten, Pfiffen; dem Hütehund Henry gelten klare Ansagen, was von dem Vierbeiner erwartet wird.© Foto Elke Rüdiger
Die LKW- und PKW-Fahrer verhielte sich überwiegend verständnisvoll und warteten geduldig auf die letzten Schafe.© Foto Elke Rüdiger
Schäfer Jens Holtkamp stand Nina Berse, Praktikantin unserer Zeitung, Rede und Antwort. Aber Nina musste schon ordentlich ausholen, um mit dem Schäfer schrittmäßig mitzuhalten.© Foto Elke Rüdiger
Jens Holtkamp vor seiner Herde.© Foto Elke Rüdiger
Der Blick zurück auf seine 250 Heidschnucken: Machen sie auch keine Zicken?© Foto Elke Rüdiger
Henry, der altdeutsche Hütehund.© Foto Elke Rüdiger
Manchmal reißt so ein Schaf auch aus.© Foto Elke Rüdiger
Die Herde wird an der Flanke zur Straße natürlich ebenfalls "bewacht" - Schäfermeister-Rentner Friedhelm mit dem Border Collie Tilo.© Foto Elke Rüdiger
250 Heidschnucken© Foto Elke Rüdiger
In Reih und Glied.© Foto Elke Rüdiger
Die Herde von hinten.© Foto Elke Rüdiger
250 Heidschnucken von hinten.© Foto Elke Rüdiger
Martin, Schäfer im Nebenerwerb "weil's Spaß macht", warnt die Autofahrer: "Bitte langsam, Herde um die Ecke".© Foto Elke Rüdiger
Mit diesen Wanderzäunen werden die Weidegründe abgesteckt.© Foto Elke Rüdiger
Hallo! Nur 70 sind hier erlaubt!© Foto Elke Rüdiger
Und wieder verzieht Jens Holtkamp seine Lippe und lässt merkwürdige Geräusche hören, auf die Schafe und Hunde sofort reagieren.© Foto Elke Rüdiger
Die drei Jungs warteten geduldig und hätten nur zu gerne gewusst, wieviele Schafe sie da auf einen Blick sahen. "Schätzen", riet der Schäfer. (P.S.: Es sind 250.)© Foto Elke Rüdiger
Auf zur Rast auf dem Lippspieker.- Die Schnucken waren ganz heiß auf das saftige Grün.© Foto Elke Rüdiger
"Kaffeebohnen" nennt sie der Schäfer. Aber Achtung, auch im getrockneten Zustand haben sie einen eigentümlichen Geruch.© Foto Elke Rüdiger
Natürlich ist der Schäfer auf dem Laufenden. "Man ist viel allein unterwegs", das schätzt Jens Holtkamp sehr. Was ihn nicht davon abhält, Kontakt zu seinem Umfeld zu halten. Und das geht nun mal nur via Handy oder Internet.© Foto Elke Rüdiger
250 Heidschnucken geben sich die Ehre für ein Foto mit Nina Berse und Jens Holtkamp. "keine Panik", beruhigte der Schäfer, "die Tiere sind noch weit weg."© Foto Elke Rüdiger
Und nach der Schlemmerei im satten Grün machten sich Helfer, Schäfer, Hunde und 250 Heidschnucken auf den Weg an der Stever entlang, durch den Iken Kamp, über den Annaberg in die Holtwicker Heide...© Foto Elke Rüdiger
Die Schafe machen einen Moment Pause bevor es auf den Weg über die Straße geht.© Foto Nina Berse
Elke Rüdiger fragt Jens Holtkamp wo die Schafe hergehen sollen.© Foto Nina Berse
Die Schafe werden ungeduldig und wollen wieder zurück in die Heide zum leckeren Gras.© Foto Nina Berse
Schnell läuft die Herde über die Straße um die Autofahrer nicht lange anhalten zu müssen. Hund und Schäfer passen auf, dass kein Tier ausreißt.© Foto Nina Berse
Der Schäfer gibt Acht, dass die Heidschnucken schnell und sicher zum Ziel kommen.© Foto Nina Berse
Jens Holtkamp führt seine Herde und passt auf, dass kein Schaf zurückbleibt.© Foto Nina Berse
Trotz der Vorsicht gelang es zwei Schafen unter der Leitplanke herzuschlüpfen. Doch ein zweiter Schäfer geleitet sie zurück zur Herde.© Foto Nina Berse
Schäfer Martin steht an der Kreuzung und warnt die Autofahrer vor der Schafherde.© Foto Nina Berse
Schäfer Martin bittet die Autofahrer, vorsichtig und langsam neben der Herde herzufahren.© Foto Nina Berse
Der altdeutsche Hütehund Henry passt gut auf die Heidschnucken auf und erholt sich gleichzeitig vom Stress auf der Straße.© Foto Nina Berse
Nina Berse© Foto Elke Rüdiger
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Die „Damen“ zeigten sich von der allerbesten Seite. Ab und zu ein kleines Gezicke, sonst alles friedlich. Schäfer Jens Holtkamp war sehr zufrieden mit seinen Mädels. Allerdings hatte er sie ausgetrickst: Wer geht schon gern mit leerem Magen los? Also ließ er sie eine Stunde weiden, bevor sie den „Fuß“-Marsch antraten. Sie wurden unerwartet flott, als sie das saftige Grün am Seehof schnupperten. Jens Holtkamp kennt seine „Pappenheimer“, seit sieben Jahren ist er selbständig und zieht mit den Tieren durchs Land. Jetzt, in der Ablammphase, ohne Lämmer und Böcke. Nächste Woche kommen die „Herren“ sehr zur Freude der „Damen“ wieder dazu.

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Mit 250 Heidschnucken und zwei Hütehunden machte sich Schäfer Jens Holtkamp auf den Weg aus der Westruper Heide zum Seehof.
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Die Heidschnucken kommen aus der Westruper heide und machen hinter dem Seehof die Biegung auf die Hullerner Straße.© Foto Elke Rüdiger
Schäfer Jens Holtkamp lockt die 250 Heidschnucken mit "komischen" Lauten, Pfiffen; dem Hütehund Henry gelten klare Ansagen, was von dem Vierbeiner erwartet wird.© Foto Elke Rüdiger
Die Heidschnucken kommen aus der Westruper heide und machen hinter dem Seehof die Biegung auf die Hullerner Straße. Es hatte den Anschein, als wollten sie sogar die Ampel nutzen. - waren aber wohl farbenblind.© Foto Elke Rüdiger
Schäfer Jens Holtkamp lockt die 250 Heidschnucken mit "komischen" Lauten, Pfiffen; dem Hütehund Henry gelten klare Ansagen, was von dem Vierbeiner erwartet wird.© Foto Elke Rüdiger
Schäfer Jens Holtkamp lockt die 250 Heidschnucken mit "komischen" Lauten, Pfiffen; dem Hütehund Henry gelten klare Ansagen, was von dem Vierbeiner erwartet wird.© Foto Elke Rüdiger
Die LKW- und PKW-Fahrer verhielte sich überwiegend verständnisvoll und warteten geduldig auf die letzten Schafe.© Foto Elke Rüdiger
Schäfer Jens Holtkamp stand Nina Berse, Praktikantin unserer Zeitung, Rede und Antwort. Aber Nina musste schon ordentlich ausholen, um mit dem Schäfer schrittmäßig mitzuhalten.© Foto Elke Rüdiger
Jens Holtkamp vor seiner Herde.© Foto Elke Rüdiger
Der Blick zurück auf seine 250 Heidschnucken: Machen sie auch keine Zicken?© Foto Elke Rüdiger
Henry, der altdeutsche Hütehund.© Foto Elke Rüdiger
Manchmal reißt so ein Schaf auch aus.© Foto Elke Rüdiger
Die Herde wird an der Flanke zur Straße natürlich ebenfalls "bewacht" - Schäfermeister-Rentner Friedhelm mit dem Border Collie Tilo.© Foto Elke Rüdiger
250 Heidschnucken© Foto Elke Rüdiger
In Reih und Glied.© Foto Elke Rüdiger
Die Herde von hinten.© Foto Elke Rüdiger
250 Heidschnucken von hinten.© Foto Elke Rüdiger
Martin, Schäfer im Nebenerwerb "weil's Spaß macht", warnt die Autofahrer: "Bitte langsam, Herde um die Ecke".© Foto Elke Rüdiger
Mit diesen Wanderzäunen werden die Weidegründe abgesteckt.© Foto Elke Rüdiger
Hallo! Nur 70 sind hier erlaubt!© Foto Elke Rüdiger
Und wieder verzieht Jens Holtkamp seine Lippe und lässt merkwürdige Geräusche hören, auf die Schafe und Hunde sofort reagieren.© Foto Elke Rüdiger
Die drei Jungs warteten geduldig und hätten nur zu gerne gewusst, wieviele Schafe sie da auf einen Blick sahen. "Schätzen", riet der Schäfer. (P.S.: Es sind 250.)© Foto Elke Rüdiger
Auf zur Rast auf dem Lippspieker.- Die Schnucken waren ganz heiß auf das saftige Grün.© Foto Elke Rüdiger
"Kaffeebohnen" nennt sie der Schäfer. Aber Achtung, auch im getrockneten Zustand haben sie einen eigentümlichen Geruch.© Foto Elke Rüdiger
Natürlich ist der Schäfer auf dem Laufenden. "Man ist viel allein unterwegs", das schätzt Jens Holtkamp sehr. Was ihn nicht davon abhält, Kontakt zu seinem Umfeld zu halten. Und das geht nun mal nur via Handy oder Internet.© Foto Elke Rüdiger
250 Heidschnucken geben sich die Ehre für ein Foto mit Nina Berse und Jens Holtkamp. "keine Panik", beruhigte der Schäfer, "die Tiere sind noch weit weg."© Foto Elke Rüdiger
Und nach der Schlemmerei im satten Grün machten sich Helfer, Schäfer, Hunde und 250 Heidschnucken auf den Weg an der Stever entlang, durch den Iken Kamp, über den Annaberg in die Holtwicker Heide...© Foto Elke Rüdiger
Die Schafe machen einen Moment Pause bevor es auf den Weg über die Straße geht.© Foto Nina Berse
Elke Rüdiger fragt Jens Holtkamp wo die Schafe hergehen sollen.© Foto Nina Berse
Die Schafe werden ungeduldig und wollen wieder zurück in die Heide zum leckeren Gras.© Foto Nina Berse
Schnell läuft die Herde über die Straße um die Autofahrer nicht lange anhalten zu müssen. Hund und Schäfer passen auf, dass kein Tier ausreißt.© Foto Nina Berse
Der Schäfer gibt Acht, dass die Heidschnucken schnell und sicher zum Ziel kommen.© Foto Nina Berse
Jens Holtkamp führt seine Herde und passt auf, dass kein Schaf zurückbleibt.© Foto Nina Berse
Trotz der Vorsicht gelang es zwei Schafen unter der Leitplanke herzuschlüpfen. Doch ein zweiter Schäfer geleitet sie zurück zur Herde.© Foto Nina Berse
Schäfer Martin steht an der Kreuzung und warnt die Autofahrer vor der Schafherde.© Foto Nina Berse
Schäfer Martin bittet die Autofahrer, vorsichtig und langsam neben der Herde herzufahren.© Foto Nina Berse
Der altdeutsche Hütehund Henry passt gut auf die Heidschnucken auf und erholt sich gleichzeitig vom Stress auf der Straße.© Foto Nina Berse
Nina Berse© Foto Elke Rüdiger
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Holtkamp hat sich dreieinhalb Jahre ausbilden lassen, er liebt den Beruf, „er ist... anders“, sagt er. „Ich kann alleine bestimmen, habe mehr Ruhe. Allerdings auch Sorgen. Die Fleischpreise fallen. Wo finde ich Weideflächen? Heide-Pflegemaßnahmen helfen enorm.“ Die Bauern, meint er, müssten ihn anfordern, aber „noch tun‘s nicht alle“: Heute stehe weniger Großvieh auf den Wiesen, das Gras müsse aber aus den Wiesen ’raus, da es die Silage im nächsten Jahr verderben.

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