Junger Fahrgast rastet im Regionalzug aus - Festnahme in Haltern

Bahnhof Haltern

Die Zugfahrt endete für einen randalierenden 20-Jährigen mit der Einweisung in eine Klinik. Bei der Festnahme stellte sich heraus: Er wird von fünf Staatsanwaltschaften gesucht.

Haltern

, 09.06.2020, 13:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Weil er in einem Regionalzug randalierte, nahm die Polizei einen jungen Fahrgast im Halterner Bahnhof fest.

Weil er in einem Regionalzug randalierte, nahm die Polizei einen jungen Fahrgast im Halterner Bahnhof fest. © Bludau

Ein 20-jähriger Fahrgast aus Norddeutschland randalierte im Regionalzug mit so großem Aggressionspotenzial, dass nur die Polizei ihn stoppen konnte. Bei der Festnahme im Halterner Bahnhof am Montagnachmittag (8. Juni) wegen Nötigung und Sachbeschädigung stellte sich heraus, dass der junge Mann von fünf Staatsanwaltschaften gesucht wird.

„Ich hasse NRW!“ Mit diesen Worten rastete der 20-Jährige im Zug völlig aus. Nach Auskunft von Einsatzkräften der Polizei Recklinghausen bedrohte er andere Reisende und versuchte, einen Müllbehälter anzuzünden. Weiterhin soll er in einem Abteil gegen Türen und Sitze getreten und gegen eine Überwachungskamera geschlagen haben.

20-Jähriger ist der Polizei bestens bekannt

Gegen 17 Uhr wurde die Bundespolizei über den Mann informiert, der im RE 2 auch mehrere Reisende bedroht haben soll. Am Bahnhof Haltern am See gelang den Einsatzkräften der alarmierten Recklinghäuser Polizei die Festnahme.

Bundespolizisten übernahmen den Mann am Bahnhof und brachten ihn zur Bundespolizeiwache nach Recklinghausen. Dort ermittelten sie, dass der 20-Jährige, der aus dem Großraum Bremen stammt, von den Staatsanwaltschaften in Hagen, Essen, Bremen, Bremerhaven und Verden gesucht wird. Diese interessieren sich für den Aufenthaltsort des 20-Jährigen, weil sie ihn mit mehreren Straftaten in Verbindung bringen.

Für die Bundespolizei war der Mann ebenfalls kein Unbekannter. Auch hier wurde er bereits in 26 Fällen aktenkundig. Aufgrund seines auffälligen Verhaltens wurde er in eine Klinik eingewiesen.

Lesen Sie jetzt