Die Bundespolizei hatte im Essener Bahnhof einen Einsatz wegen eines 17 Jahre alten Halterners. © picture alliance / dpa
Bundespolizei am RE 2

Junger Halterner ging auf Bahnmitarbeiter und Polizisten los

Ein junger Halterner hat am Wochenende die Bundespolizei auf den Plan gerufen. Der hochaggressive 17-Jährige war auf Bahnmitarbeiter und Polizisten losgegangen. Eine Bodycam zeichnete das auf.

„Nicht unerheblich alkoholisiert“ war ein 17-Jähriger aus Haltern, der am Samstagabend (19. Dezember) im Essener Hauptbahnhof Bahnmitarbeiter angegriffen und anschließend Bundespolizisten beleidigt und bedroht hat. Wie die Behörde am Sonntag erklärte, seien bei dem jungen Mann 1,6 Promille im Blut festgestellt worden.

Zum Tathergang: Der 17-Jährige hatte sich gegen 21 Uhr im Essener Bahnhof in die Tür des RE 2 Richtung Haltern gestellt, um so die Abfahrt des Zuges zu verzögern. Wie er später angab, habe er so die Mitfahrt von weiteren Personen, die es nicht pünktlich zum Bahnsteig geschafft hatten, ermöglichen wollen.

Faustschläge und Tritte

Mitarbeiter der Bahn hätten den jungen Halterner daraufhin aufgefordert, die Tür freizugeben. Nach Angaben von Zeugen habe sich der 17-Jährige allerdings geweigert, woraufhin er von der Mitfahrt ausgeschlossen werden sollte.

Als Mitarbeiter der Bahnsicherheit ihn aus dem Zug führen wollten, habe er sich wiederum entschieden gewehrt. Zunächst mit Beleidigungen, anschließend sogar mit Faustschlägen und Tritten. Daraufhin sei die Bundespolizei informiert worden.

„Die Einsatzkräfte versuchten den Sachverhalt vor Ort zu klären“, heißt es in der Mitteilung der Bundespolizei. Demnach wurden bei den Sicherheitsdienstmitarbeitern leichte Verletzungen durch Schläge und Tritte festgestellt.

„Der junge Mann wurde komplett ausfallend“

Auch gegenüber den Bundespolizisten habe sich der 17-Jährige „hochaggressiv“ gezeigt. „Der junge Mann wurde komplett ausfallend“, sagte ein Sprecher der Behörde auf Anfrage. Immer wieder habe er seinen Abstand verringert. Daher sei er zur Wache gebracht worden. Sicherheitshalber schalteten die Beamten hierzu eine Bodycam – eine Videokamera, die am Körper getragen wird – ein. Und die zeichnete dann auf, wie der betrunkene Heranwachsende auf dem Weg zur Wache erneut mehrfach Widerstand leistete.

Der Hinweis auf die Bodycam lasse so manche Person wieder ruhiger werden und zur Besinnung kommen, meinte der Sprecher weiter. „In Fall des Halterners zeigte er aber keine Wirkung.“ Denn auch noch auf der Wache seien die Bundespolizisten vom 17-Jährigen mehrfach beleidigt und bedroht worden. Es folgte ein Atemalkoholtest – Ergebnis: 1,6 Promille.

Lange Liste für die Anzeige

Gegen den Tatverdächtigen wurde ein Strafverfahren wegen Beleidigung, Hausfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Ebenso ein Bußgeldverfahren wegen einer „betriebsstörenden Handlung“.

Von seinem Vater wurde der 17-Jährige später von der Wache abgeholt. Der RE 2 übrigens fuhr aufgrund des aggressiven jungen Mannes eine Verspätung von 20 Minuten ein.

Über die Autorin
Redaktion Haltern
Geboren in Dülmen, Journalistin, seit 1992 im Medienhaus Lensing - von Münster (Münstersche Zeitung) über Dortmund (Mantelredaktion Ruhr Nachrichten) nach Haltern am See. Diplom-Pädagogin und überzeugte Münsterländerin. Begeistert sich für die Menschen und das Geschehen vor Ort.
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Ingrid Wielens

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