Kater Marley in Flaesheim mit Metall-Pfeil angeschossen

mlzTier angeschossen

Ein unbekannter Schütze hat in der Nacht zu Mittwoch in Haltern-Flaesheim auf Kater Marley geschossen. Seine Besitzerin Jana Schumacher will den bisher Unbekannten nun anzeigen.

Flaesheim

, 29.03.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich, sagt Jana Schumacher, kommt ihr Kater Marley von seinen Streifzügen durch Flaesheim immer früh nach Hause. Meist um 5 Uhr. Nicht so aber am Mittwoch. Nicht nur, dass der Freigänger zwei Stunden später als sonst zu Hause an der Flaesheimer Straße eintrudelt. In seinem blutigen Ohr steckte am Mittwoch ein knapp drei Zentimeter langer Metallpfeil. Nun will Jana Schumacher den unbekannten Schützen bei der Polizei anzeigen.

„Das war ein Schock für uns alle“, sagt die Flaesheimerin über den Moment, als sie den Pfeil im rechten Ohr des Familienkater entdeckte. Auf Facebook teilt sie Fotos von ihrem angeschossenen Kater. Und schreibt: „Was gibt es bloß für kranke Menschen?“ Über 120 Facebook-Nutzer reagieren betroffen darauf.

Keine derartigen Fälle aus der Nachbarschaft bekannt

Immerhin gehe es Marley soweit gut und er verhalte sich normal, sagt Jana Schumacher. „Wir haben ihn am selben Tag wieder rausgelassen, auch wenn er am Mittwoch dann erst um 8 Uhr wiederkam“, sagt die Flaesheimerin. „Die Verletzung ist nicht schwer, nur das Ohr wurde getroffen. Aber hätte derjenige das Auge oder zwischen die Rippen getroffen, dann wäre der Kater jetzt wohl nicht mehr da.“ Es sei das erste Mal, dass ihrem Kater so etwas passiert sei. Auch von Nachbarn seien ihr keine derartigen Fälle bekannt.

Beim Tierarzt wurde der Metallpfeil aus dem Ohr des Katers entfernt.

Beim Tierarzt wurde der Metallpfeil aus dem Ohr des Katers entfernt. © Privat

Die Polizei Recklinghausen rät, solche Fälle immer zur Anzeige zu bringen und Beweismittel mitzubringen. Denn sonst würden derartige Fälle der Polizei überhaupt nicht bekannt. „Es könnte sich um eine Straftat im Sinne des Tierschutzes handeln“, sagt Pressesprecher Michael Franz. Das sei insbesondere dann der Fall, wenn dem Tier Schmerzen zugefügt worden seien. Dafür müsse man auch nachweisen, dass jemand bewusst ein Tier verletzt, wie in diesem Fall etwa durch einen Schuss.

Laut Tierschutzgesetz können Täter mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe bestraft werden, wenn sie einem Wirbeltier etwa „aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden“ zufügen.

So sieht der Metallpfeil aus Marleys Ohr aus.

So sieht der Metallpfeil aus Marleys Ohr aus. © Privat

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