Kein Sex für höhere Töchter

27.09.2007, 16:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Haltern Bereits vor rund 100 Jahren, als vom Jahre 1899 an begonnen wurde, die Halterner Römerlager aufzudecken, lösten die Ausgrabungen eine Welle der Begeisterung aus, der sowohl die Väter, aber auch die meist vergessenen Mütter erlagen. Das Interesse für die Antike wuchs schlagartig, und natürlich versuchten die Erwachsenen, ihre Begeisterung auf die Kinder zu übertragen. Mit Hilfe von damals schon vielfach sehr aufwändig gestalteten Kinderbüchern vermittelte man dem Nachwuchs all jenes Wissen, das man für den Brückenschlag in vergangene Zeiten für notwendig hielt. Doch die Pädagogik unterschied deutlich zwischen Jungen und Mädchen. Während für die Jungen die antiken Helden in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt wurden, vermittelte man den Mädchen ein geschöntes und eher tugendsames Bild von den Begleiterinnen jener Helden.

Dr. Eva Hofstetter von der Winckelmann-Gesellschaft in Stendal stellt diese Unterschiede heute Abend (28.9.) um 20 Uhr in der Stadtbücherei in einem Vortrag unter dem Titel "Kein Sex für höhere Töchter" vor, zu dem die Freunde der Stadtbücherei und der Heimatverein einladen. Für die Freunde der Stadtbücherei ist der Eintritt frei, für alle anderen beträgt er (inklusive ein Glas Wein) 5 Euro.

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