Keine Eisbahn in der Stadt, kein Eisstockschießen am Halterner Stausee

mlzCorona-Virus

Die Halterner werden um zwei schöne Winter-Vergnügen gebracht. Es ist den unsicheren Corona-Zeiten geschuldet, dass weder die Eisbahn aufgebaut wird noch das Eisstockschießen stattfindet.

Haltern

, 20.11.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das wird ein trister Winter. Der Nikolausmarkt ist bereits abgesagt worden. Jetzt wurde auch bekannt, dass es in diesem Jahr zur Weihnachtszeit auch keinen Spaß auf Schlittschuhen in Haltern geben wird.

Denn die Kunst-Eisbahn der Stadtwerke wird nicht aufgebaut. Das teilte Unternehmenssprecher Thomas Liedtke jetzt auf Anfrage mit. Das Schlittschuhlaufen auf dem Marktplatz sei ein fester „Bestandteil des Nikolausmarkts“. Mit der Absage dieser Veranstaltung habe man sich auch gegen den Aufbau der Bahn entschieden, sagte Liedtke. „Wir haben das mit der Stadt so abgesprochen.“

Die Eisbahn gehörte zum festen Bestandteil des Halterner Nikolausmarktes.

Die Eisbahn gehörte zum festen Bestandteil des Halterner Nikolausmarktes. © Spiller

Bis vor wenigen Wochen noch hatte der Sprecher die Möglichkeit, die Kunst-Eisbahn auch ohne Hüttenzauber aufzustellen, durchaus in Betracht gezogen. Zuletzt hatten aber auch die Corona-Pandemie und die verschärften Bestimmungen den Stadtwerken einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Kunst-Eisbahn gilt als Publikumsmagnet, insbesondere für Familien.

Großer Begeisterung ist Ernüchterung gewichen

Als Alternative wollten die Gastronomen Andreas Kleimann und Christian Zehren (Rossini, Kolpingtreff, Kombüse und Kajüte) in der Stadtmühlenbucht zum Eisstock-Schießen einladen. Aber die Begeisterung ist von den ernüchternden Corona-Infektionszahlen überholt worden. Auch die Gastronomen können und wollen das Risiko nicht eingehen. Die Gaudi ist abgesagt.

Wettbewerbe im Eisstockschießen gehörten bei den Events des Carving-Clubs Lippramsdorf zum Programm und sorgten für jede Menge Spaß.

Wettbewerbe im Eisstockschießen gehörten bei den Events des Carving-Clubs Lippramsdorf zum Programm und sorgten für jede Menge Spaß. © Silvia Wiethoff

Geplant war das so: Auf der Terrasse der „Kajüte“ sollte eine überdachte und somit wetterfeste Kunsteisbahn für freundschaftlichen, sportlichen Wettstreit aufgebaut werden; zwei zusätzliche beheizbare Zeltpagoden mit Seeblick sollten für kleine Gruppen zur Verfügung stehen. Alles in allem ein wunderbares Frischluft-Freizeitangebot für alle Generationen.

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Das aber bedürfe, so Andreas Kleimann, einer gewissen Vorbereitungszeit. Mit Rücksicht auf die Lieferanten und mit fragendem Blick auf die Entwicklung der Corona-Pandemie habe man sich zur Absage des Events entschlossen. „Wenn wir einmal aufgebaut hätten, dann wären alle Kosten zu Buche geschlagen. In der Gastronomie ist es zurzeit ohnehin sehr schwierig, noch eine Bauchlandung ist nicht zu verkraften.“

Gezahlte Bahngebühren werden erstattet

Die Unsicherheit sei eben zu groß. Um tatsächlich die Kosten für ein solches Ereignis einspielen zu können, brauche es genügend Zeit. Zumal immer nur kleine Gruppen hätten kommen dürfen.

Doch die Begeisterung ist ungebrochen. „Ich bin sicher, die Aktion wäre unter normalen Bedingungen ein Erfolg geworden“, sagt Andreas Kleimann. Aber alle Gäste sollen gesund bleiben. Mit Christian Zehren hofft er auf 2021.

Etliche Gruppen hatten sich online bereits angemeldet. Die Bahngebühren werden erstattet, versichert Andreas Kleimann.

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