Kinder machten ihr Römerdiplom

Ferienaktion

Wie kleiden sich die alten Römer? Mit welchen Instrumenten haben sie geschrieben? Und wie sahen ihre Lager aus? Um diese und andere Fragen drehte es sich beim "Römerdiplom" im Römermuseum.

HALTERN

von Von Elke Rüdiger

, 27.04.2011, 18:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dann ging es ans „Theoretisieren“ – um das Gelernte anschließend in die Praxis umzusetzen. „Geh in das tabularium legiones. Lass dich in die Geheimnisse der römischen Schrift einweisen!”, lautete die erste Aufgabe. Und das Schreiben mit Feder und Tusche erwies sich als nicht so leicht wie gedacht. „Mein Name sieht etwas komisch aus.“ Aus Ruth wäre wegen der römischen Schriftzeichen fast eine „Rita“ geworden. „Die hatten aber ordentlich zu schleppen“, meinte Leonard, als die Kinder die Ausrüstung unter die Lupe nahmen: Helm, Kettenhemd, Waffen, „persönliches“ Gepäck. Zur Erinnerung gab es je ein Foto als „waschechter Römer“. Weiter ging es mit zum Modell eines Römerlagers. Hier bestaunten die Geschichtsforscher nicht nur die vielen und gesicherten Speicherbauten, sie fanden auch heraus, was nicht dahin gehörte... Am Töpferofen staunten die „jungen Römer“ über die Größe. Sie hörten von Saturninus und wurden nach gelöster Aufgabe mit einem Stempel für ihr Diplom-Buch belohnt. Sie fertigten „Millefiori-Glaser (1000 Blüten) und vergnügten sich abschließend mit römischen Spielen. „Mühle“ kannten schon die alten Römer vor 2000 Jahren.

„Das hat richtig Spaß gemacht“, meinte Merle nach zweieinhalb Stunden. Und die anderen neun, jetzt diplomierte Römer, nickten. Gerne hätten sie ihr Studium noch weiter ausgedehnt. „Am besten gefallen haben mir“, meinte Leonard, „die römischen Spiele.“ Sein Namensvetter und Finn interessierten sich mehr für Lagerbau und das Soldatenleben. Michel, Max, Niklas, und Frederik freuten sich besonders auf das Erinnerungsfoto. Merle favorisierte das „1000 Blütenglas“, Ruth den Töpferofen und Clara die Fundstücke in den Vitrinen. Für jeden war was dabei.

 

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