Kinder suchten zwei verschwundene Legionäre

Im Römermuseum

Auf die Suche nach zwei verschwundenen Legionären haben sich Kinder zwischen sieben und zehn Jahren am Dienstag im Römermuseum gemacht. Dabei wurden sie schnell von der römischen Zeit in ihren Bann gezogen.

HALTERN

von Von Holger Steffe

, 25.10.2011, 17:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Römermuseum in Haltern am See sind Legionäre verschwunden. Unterstützt von Archäologin Nadine Marcinczik begaben sich 12 Kinder ( 8 - 10 Jahre) auf die Suche nach den Verschwundenen. Auch dier fast achtjährige Julius ( nicht Caesar) aus Bergkamen durfte einmal den Leginärshelm tragen.

Im Römermuseum in Haltern am See sind Legionäre verschwunden. Unterstützt von Archäologin Nadine Marcinczik begaben sich 12 Kinder ( 8 - 10 Jahre) auf die Suche nach den Verschwundenen. Auch dier fast achtjährige Julius ( nicht Caesar) aus Bergkamen durfte einmal den Leginärshelm tragen.

Auf die Suche nach zwei verschwundenen Legionären haben sich am Dienstag elf Jungen und ein Mädchen im Römermuseum gemacht. Die sieben- bis zehnjährigen Kinder starteten ihre Suchaktion mit Feuereifer und tatkräftiger Unterstützung von Nadine Marcinczik. Die verschwundenen Legionäre mussten unbedingt gefunden werden, um die Marschordnung der 15 000 Mini-Römer aus der „Sendung mit der Maus“ wiederherzustellen. Um die Besucher aber nicht mit Playmobil-Figuren zu verwirren, hatten sich die Museumspädagogen etwas Besonderes einfallen lassen: Die Kinder mussten nicht die Legionäre, sondern Gegenstände aus dem Leben der Soldaten finden. Mit Detailfotos aus den Vitrinen der Ausstellung schwärmten die Kinder in Zweiergruppen aus, um die Gegenstände zu entdecken.Schüsseln und Spiele Auf ihrer Suche lernten sie unter anderem den Alltag im Legionslager kennen. Sie erfuhren, wie die Soldaten versorgt wurden, welche Trinkgefäße, Schüsseln, Lampen, Spiele und Kleidung sie hatten. Oder wie innerhalb des großen Heeres mit Signalen kommuniziert wurde. „Der Helm ist mir viel zu groß“, stellte die siebenjährige Sina aus Haltern bei der Anprobe fest. „Den haben auch nur Männer getragen“, erklärt Nadine Marcinczik. Die Archäologiestudentin konnte ihre freiwillige „Suchmannschaft“ derart mit kleinen Geschichten und Anekdoten in den Bann der römischen Zeit ziehen, dass darüber die Halterner Zeit ganz vergessen wurde. So dauerte die Aktion fast drei, statt der geplanten zwei Stunden. „Die Kinder hatten irre viel Spaß und ich auch“, verrät Marcinczik. Seit 2009 kümmert sich die Studentin um Museumsarbeit. Zunächst am Studienort Münster im LWL-Museum für Naturkunde, mittlerweile aber auch häufiger im Halterner Römermuseum und hier gerne auch um Kinder- und Jugendgruppen. Auch erwartet sie noch eine Gruppe Kinder, die sich auf Legionärssuche begeben."Das Geheimnis der Münze" Am Donnerstag und Freitag, 27. und 28., wartet jeweils ab 14 Uhr „Das Geheimnis der Münze“ darauf, von Spürnasen zwischen zehn bis zwölf Jahren gelüftet zu werden. Sie recherchieren als Reporter über die Varusschlacht und berichten in einem „Extrablatt“ darüber. Ein Honorar gibt´s auch: eine selbstgeprägte römische Münze und eine Phalera – ein römischer Orden, den jeder selbst anfertigt. 

Für das zweistündige Programm ist eine telefonische Anmeldung unter Tel.: (02364) 93 670 erforderlich. Die Kosten inklusive Museumseintritt belaufen sich auf 4 Euro pro Person. 

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