„Kleiner Katholikentag“ plant Abschlussevent auf dem Gelände des „Sunset Beach“-Festivals

Katholiken im Kreis

Als eine Art „kleinen Katholiken-Tag“ planen die Kreisdekanatsversammlung und das Kreiskomitee der Katholiken eine große Veranstaltungsreihe. Der Abschluss könnte am Stausee stattfinden.

Haltern

10.12.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Kleiner Katholikentag“ plant Abschlussevent auf dem Gelände des „Sunset Beach“-Festivals

Das Gelände und die Bühne des Sunset Beach Festivals wollen die Veranstalter für die Abschlussveranstaltung nutzen. © Blanka Thieme-Dietel

Sie haben gemeinsam Großes vor. Das macht ein Blick auf die Tagesordnung der Vollversammlung des Kreiskomitees der Katholiken und der Kreisdekanatsversammlung deutlich. Darauf lesen die Vertreter der Verbände, Pfarreien und Institutionen aus dem Kreisdekanat Recklinghausen vor allem den einen Punkt: „Kleiner Katholikentag 2021 im Kreisdekanat“. „Das ist allerdings bislang nur ein Arbeitstitel“, erklärt Kreisdechant Jürgen Quante.

Zehn Städte des Kreisdekanats werden eingebunden

Ein grobes Gerüst des Vorhabens gibt es bereits, denn seit knapp einem dreiviertel Jahr beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe mit dem Thema. Im Herbst 2020 soll es losgehen. Die zehn Städte des Kreisdekanats sollen mit jeweils mit einer Veranstaltung eingebunden sein.

Der große gemeinsame Abschluss der Reihe könnte im Sommer 2021 auf dem Gelände des „Sunset Beach Festivals“ am Halterner See stattfinden. „Die Bühne und das Gelände, auf das rund 10.000 Gäste passen, könnten wir nutzen. Im kommenden Jahr werden wir die Zusammenarbeit erstmalig mit einem großen Chortreffen testen“, berichtet Michael Ostholthoff. Der Pfarrer der Halterner Pfarrei St. Sixtus ist im Gespräch mit den Organisatoren des Festivals.

„Kleiner Katholikentag“ plant Abschlussevent auf dem Gelände des „Sunset Beach“-Festivals

Mit Elan gehen die Vorbereitungen für den „Kleinen Katholikentag“ in die nächste Runde. Mit dabei sind unter anderem (v.l.) Marc Gutzeit, Geschäftsführer des Kreisdekanatsbüros Recklinghausen, Christian Löwentat, Moderator und Referent Gemeindecaritas Recklinghausen, Heinz Röttger, Kolping Kreisverband Recklinghausen, Barbara Schild, Vorsitzende Kreiskomitee, Gaby Reimann, Ansprechpartnerin im KFD-Diözesanleitungsteam, Pfarrer Michael Ostholthoff, Pfarrer Dr. Carsten Roeger, Evi Steindor-Schmidt, geistliche Leiterin der KFD Region Herten, und Kreisdechant Jürgen Quante. © Bischöfliche Pressestelle/Kiepe

Mit unterschiedlichen Themen wollen die aktiven Laien und Hauptamtlichen Menschen ansprechen und ihnen zeigen, wofür Kirche steht. Sowohl in der Gesellschaft als auch im eigenen Leben. „Und wer dahinter steht. Nämlich Jesus Christus, der es wert ist, dass wir uns um ihn scharen und seine Geschichte erzählen“, wünscht sich Quante eine spirituelle Positionierung ebenso wie eine Positionierung bei Themen, „die im Moment dran sind“. Dazu zählen die Themen des Synodalen Weges, der am ersten Advent gestartet ist, wie beispielsweise sexueller Missbrauch und Missbrauch von Macht, die Sexualmoral der Kirche oder Ämter und Dienste für Frauen in der Kirche.

„Es macht auch Spaß, katholisch zu sein“

Aber auch gesellschaftliche Themen sollen ihren Platz finden. Denn einig sind sich die Beteiligten, dass sie die Lebensfragen der Menschen aufgreifen wollen. „Wir wollen mit den Menschen ins Gespräch kommen, und wir möchten auch zeigen, dass es Spaß macht, katholisch zu sein“, betont auch Dr. Carsten Roeger, Pfarrer in St. Peter Waltrop.

„Nun werden wir weiter an Themen und Methoden arbeiten, und die Ergebnisse des heutigen Abends weiter konkretisieren“, nahm Evi Steindor-Schmidt, geistliche Leiterin der Katholischen Frauengemeinschaft (KFD) Region Herten, den Arbeitsauftrag in die Kleingruppe mit.

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