Klimawandel: Mehr nachhaltige Bauprojekte wären in Haltern wünschenswert

Die Flut im Ahrtal schockierte vor einem Jahr ganz Deutschland. Die Stadt Haltern gibt Bürgern mithilfe der Starkregengefahrenkarte Tipps für die Klimaanpassung. Das kann nur der Anfang sein.
Wasser sammeln nach Starkregen
Zuletzt war Lippramsdorf von einem Starkregen betroffen. © Elisabeth Schrief (A)

Die Starkregengefahrenkarte, die jeder Bürger in Haltern digital einsehen kann, ist eine gute Sache. Allerdings stellt das Angebot nur einen Mosaikstein bei der Anpassung an den Klimawandel dar. Lokale Starkregenereignisse und Hitzeperioden bedeuten für Haltern und seine Bewohner große Herausforderungen, die beispielsweise auch den Wohnungsbau betreffen.

Hier würde man sich in der Stadt an vielen Stellen eine behutsamere Nachverdichtung unter nachhaltigen Gesichtspunkten wünschen. In Modellprojekten im Sinne des Klimaschutzes ist unter anderem davon die Rede, Freiflächen so zu gestaltet, dass sie Wasser wie ein Schwamm zurückhalten. Für Kühlung können auch Gründächer und begrünte Fassaden sorgen.

Grün ist häufig Luxus

Von all dem ist besonders bei größeren Bauprojekten in Haltern bisher nur wenig zu sehen. Freifläche bedeutet hier in den meisten Fällen Parkplätze. Grüne Vegetation bekommt nur eine Nische und ist Luxus. Auch wenn sich Haltern insgesamt für seine schöne Landschaft und das satte Grün rühmen kann, sollten diese Beispiele in der Stadt nicht weiter Schule machen.

Wenn man den Bürgern wie im Zusammenhang mit der Starkregengefahrenkarte und ihrer Empfehlungen zur Eigenvorsorge rät, sollten sich alle Akteure städtischer Baupolitik für die Anpassung an den Klimawandel engagieren.

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.