Konferenz: Dicke Lippe riskieren

HALTERN Mit 220 Kilometern ist die Lippe einer der längsten Flüsse im Land - und sicher auch einer der attraktivsten. Aber wer weiß das schon?

von Von Thomas Liedtke

, 24.01.2008, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
<p>Rund 80 Teilnehmer aller Lippeanrainer-Kommunen trafen sich zur 4. Lippekonferenz in Haltern. Unter ihnen waren Landrat Jochen Welt (Kreis Recklinghausen), die Bürgermeister Bodo Klimpel (Haltern) und Willi Schmidt (Bad Lippspringe), Dr. Jochen Stemplewski (Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes) und Dr. Thomas Rommelspacher (stellvertretender Regionaldirektor des Regionalverbandes Ruhr). privat</p>

<p>Rund 80 Teilnehmer aller Lippeanrainer-Kommunen trafen sich zur 4. Lippekonferenz in Haltern. Unter ihnen waren Landrat Jochen Welt (Kreis Recklinghausen), die Bürgermeister Bodo Klimpel (Haltern) und Willi Schmidt (Bad Lippspringe), Dr. Jochen Stemplewski (Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes) und Dr. Thomas Rommelspacher (stellvertretender Regionaldirektor des Regionalverbandes Ruhr). privat</p>

Wie man die Marke "Lippe" entwickeln kann, darüber sprachen die Teilnehmer der Lippekonferenz, zu der Landrat Jochen Welt am Mittwoch in den Seehof eingeladen hatte. Der Tagungsort war keineswegs zufällig gewählt. Die Römer-Lippe-Route, ein Radweg zwischen Bad-Lippspringe und Wesel, soll künftig am Südufer des Stausees - direkt vor dem Hotel - vorbeiführen.

Wie man die Marke "Lippe" entwickeln kann, darüber sprachen die Teilnehmer der Lippekonferenz, zu der Landrat Jochen Welt am Mittwoch in den Seehof eingeladen hatte. Der Tagungsort war keineswegs zufällig gewählt. Die Römer-Lippe-Route, ein Radweg zwischen Bad-Lippspringe und Wesel, soll künftig am Südufer des Stausees - direkt vor dem Hotel - vorbeiführen.

Das passt gut zu den Plänen der Stadt Haltern, die den Tourismus rund um den Stausee weiter entwickeln will. "Die Stauseen stellen eine Ankerattraktion in unserer Region und an der Römer-Lippe-Route dar", rief Bürgermeister Bodo Klimpel den Tagungsteilnehmern zu und forderte sie auf, die Kooperationsvereinbarung jetzt nicht in der Schublade verschwinden zu lassen: "Was wir mit unserer Unterschrift auf den Weg gebracht haben, muss mit Leben erfüllt werden."

Kampf um Fördermittel

Dafür ist natürlich Geld notwendig, und das soll vom Land bzw. von der Europäischen Union kommen. Die so genannten Ziel-2-Mittel werden künftig im Rahmen eines Wettbewerbs vergeben. Die Lippe-Anrainer wollen sich um Mittel aus dem Topf Erlebnis.NRW bewerben. Gefördert werden dabei die besten Ideen für Tourismus und Naturerlebnis. Haltern erhofft sich dabei vor allem Unterstützung für zwei Projekte: die Entwicklung des Bereiches um den Seestern und die bessere Anbindung der Innenstadt an den Stausee nach dem Motto: "Der See schlägt Wellen". Die Konkurrenz ist allerdings hart. Halterns Technischer Beigeordneter Wolfgang Kiski rechnet mit mehr als 300 Bewerbungen um die 46 Millionen Euro. Aber: "Wir sind gut vorbereitet, und die Kooperation im Lipperaum wird den Bewerbungen zusätzlichen Schwung verleihen."

Zu einem neuen Tourismusverband soll sich die Lippekonferenz nicht entwickeln. Stattdessen soll die Marke "Lippe" mit den bestehenden Verbänden und privaten Anbietern vermarktet werden.

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