Kreativer Protest gegen Windräder

Bürgerinitiative

"Ja zur Landschaft. Nein zum Windpark vor unserem Dorf." Unter diesem Motto trafen sich am Sonntag die Aktivisten der Bürgeriniative (BI) "Ein Herz für Hullern" auf dem Dorfplatz, um mit roten Herzluftballons ihrem Protest gegen die geplante Windvorrangzone Ausdruck zu verleihen.

HULLERN

von Von Silvia Wiethoff

, 23.10.2011, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kreative Protestaktion gegen die geplante Windvorrangzone westlich von Hullern: Auf Einladung der Initiative "Ein Herz für Hullern" ließen Bürger auf dem Dorfplatz 300 Luftballons steigen.

Kreative Protestaktion gegen die geplante Windvorrangzone westlich von Hullern: Auf Einladung der Initiative "Ein Herz für Hullern" ließen Bürger auf dem Dorfplatz 300 Luftballons steigen.

Zurzeit liege die Zustimmung für die BI in Hullern bei 86 Prozent, was auf der Homepage nachzulesen sei. Einen Eindruck von der breiten Unterstützung konnte man Sonntag gewinnen, denn auf dem Dorfplatz traf sich eine bunte Mischung von jungen und alten, sportlichen und sonntäglich gekleideten Unterstützern. Vor dem Auflass der Herzballons fasste Vißmann zusammen, was so viele Hullerner an diesem schönen Herbstmorgen vor die Kirche geführt hatte. Er forderte die Verwaltung und die Politiker auf, sich klar zu äußern. Es sickerten jeden Tag neue Informationen durch. Die Hullerner wollten endlich genau wissen, woran sie sind.

Vißmann erinnerte an die Erneuerung des Windkrafterlasses. Durch die Aufhebung der Höhenbeschränkung und geänderte Abstände zur Wohnbebauung sei die jetzige Planung in Hullern erst möglich geworden. „Wir zerstören das Landschaftsbild unwiderruflich“, sagte Vißmann. Dies habe auch Folgen für die Tierwelt. Unter anderem äußerte er die Befürchtung, dass Investoren an der Windkraft in Hullern verdienen wollen, das Geld aber nicht vor Ort bleibe. Am Vorabend der Aktion verteilte die BI 150 Schilder mit der Aufschrift „Ein Herz für Hullern. Ich bin dabei“. Sie steckten Sonntag in zahlreichen Vorgärten.

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