Kreisgesundheitsamt: Keine kurzfristige Entspannung

Schweinegrippe

HALTERN Der Anstieg von Verdachts- und Erkrankungsfällen an „Neuer Grippe“ setzt sich auch im Kreis weiter fort: Arztpraxen und Notfallambulanzen sind mit akut grippekranken Patienten gefüllt

11.11.2009, 14:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gemessen daran relativieren sich schulische Maßnahmen: „Unterrichtsbefreiungen ganzer Klassen oder Jahrgangsstufen haben an Wirkung verloren“, urteilt Dr. Ulrike Horacek, „wenn man auf die Unterbrechung von Infektionsketten abzielt.“ In einem Schreiben an die 260 Schulen im Kreis hat das Kreisgesundheitsamt noch einmal die Eckpunkte für den Umgang mit der Neuen Grippe genannt, die sinngemäß auch für die vielen Kindertageseinrichtungen zutreffen. „Eigenverantwortung und Selbstmanagement sind in der beschriebenen Situation besonders wichtig“, fügt die Leiterin des Kreisgesundheitsamts hinzu. Kinder mit Erkältungssymptomen gehören nicht in Schulen oder Tageseinrichtungen. Sie gehören in häusliche Betreuung. Für erkrankte Kinder (Schüler mit laborbestätigter Diagnose) und krankheitsverdächtige Schüler (Schüler, deren Eltern berichten, dass ein Arzt die Verdachtsdiagnose Neue Grippe gestellt hat) gilt nach wie vor folgendes: Häusliche Isolierung bis 7 Tage ab Symptombeginn.

Die Suspendierung von Unterricht und Schulveranstaltungen ist natürlich darin enthalten. Bei einer Häufung von Grippekranken innerhalb einer Klasse, die ein Drittel der Gesamtschülerzahl übersteigt, können Schulleiter ohne Weiteres von der Möglichkeit Gebrauch machen, die jeweilige Gruppe freizustellen. Die Freistellung gesunder Kinder sollte sich maximal über einen Zeitrahmen von vier Tagen erstrecken, da dies die Inkubationszeit der Neuen Grippe ist. „Erkrankungen, die innerhalb dieser Zeit auftreten, sollten vor Wiederaufnahme des Schulbesuchs unter Hinweis auf die Krankheitshäufung in der Umgebung des Kindes ärztlich abgeklärt werden“, rät Kreisgesundheitsamtsleiterin Dr. Ulrike Horacek allen Eltern.

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