Mahnmal-Sanierung: Kritik an den Kosten

Bürgergespräch

Im Auftrag der Politik informierte Gerd Becker, Leiter des Baubetriebshofes, Anwohner über die mögliche Neugestaltung des Mahnmal-Umfeldes an der Römerstraße. "Wir müssen dringend in die Sanierung investieren", betonte Gerd Becker. Ob dafür aber die veranschlagten 150.000 Euro ausgegeben werden müssen, bezweifelt Anwohner Thomas Thies: "Wir wollen keinen Architekten-Wettbewerb gewinnen."

HALTERN

, 06.04.2016, 16:23 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit Thies kamen weitere interessierte Bürger, die an der Gabelung Römerstraße/Hennewiger Weg wohnen, am Dienstagabend ins Rathaus. 

Außerdem auch Kommunalpolitiker. Landschaftsarchitekt Joachim Reck vom Büro Stil & Blüte erläuterte ihnen seinen Vorentwurf für die Grünfläche. Das Gefälle des Grundstücks möchte er mit einer Treppenanlage aus Beton auffangen, alte gegen neue Bäume tauschen und insgesamt das Grün neu ordnen, den Gedenkstein an die Vertriebenen näher zum Mahnmal rücken und den Ort zur Erlöserkirche und zur Innenstadt hin öffnen als repräsentativen Aufenthaltsraum.

"Aufwand reduzieren"

"Wir wollen aus einer interessanten Fläche mit den beiden Denkmälern einfach mehr machen und gleichzeitig den Pflegeaufwand reduzieren", fasste Gerd Becker zusammen. Seit drei Jahren ist das Geld im städtischen Etat eingestellt, wurde aber bislang nicht abgerufen.

In einer anschließenden Diskussion äußerten sich Anwohner grundsätzlich positiv. "Mir gefällt die Planung", sagte Harald Zahn, der sich erst einmal für die Geste der Stadt, Anwohner in das Projekt einzubinden, bedankte.

Andy Zimmermann kann sich ebenfalls angesichts des heruntergekommenen Zustandes mit einer Sanierung anfreunden, "aber die Kosten müssen deutlich niedriger ausfallen." Arno Huesmann, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses Bauen und Verkehr, hat ebenfalls ein Problem mit den veranschlagten 150000 Euro: "Wir müssen kritisch hinschauen, ob wir so viel Geld ausgeben wollen."

Verkehrssituation

Marion Engberding schnitt ein Problem an, das sie gleichzeitig mit einer Neugestaltung gelöst haben möchte: "Die Verkehrssituation ist sehr schlecht und unübersichtlich, außerdem ist die Römerstraße inzwischen rücksichtslos zu einem Dauerparkplatz umfunktioniert." Harald Zahn pflichtete ihr bei.

Gerd Becker versprach, mit einer Neugestaltung der Mahnmal-Fläche auch die Verkehrsregelung besser und klarer zu gestalten. "Wo Wildwuchs ist, da neigt der Mensch leider dazu, das auszunutzen."

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