Mangelware Schulleiter - dabei liegt die Lösung so nahe

Redakteurin
Wer Schulleiter werden will, hat sehr gute Chancen auf eine Anstellung - denn der Beruf ist nicht sehr beliebt. © picture alliance/dpa
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Dass Veronika Beher an die Jüngeren glaubt, das verwundert nicht einmal Außenstehende. Die ehemalige Schulleiterin der Silverbergschule in Haltern hat jahrelange Erfahrungen darin gesammelt. Neben ihren Aufgaben als Schulleiterin war sie auch immer Klassenlehrerin einer Grundschulklasse.

Hat ihnen beigebracht, worauf es im Leben ankommt – mit Spiel, mit Spaß. An sie geglaubt und die Eltern ermutigt, die Kinder am Ende der Schulzeit auf das Gymnasium zu schicken, wenn sie das Potential gesehen hat. Und dann Jahre später mit den Eltern und einem Glas Sekt auf die Sprösslinge auf der Abiturfeier angestoßen.

Aber nicht nur in den Kindern erkennt Veronika Beher Potential. Sondern auch in ihrem Kollegium. Als Konrektor und möglichen, zukünftigen Schulleiter hat sie Julian Lewe gewonnen. Und ihm bei ihrer Verabschiedung symbolisch den Staffelstab überreicht. Jetzt sind die Jüngeren dran.

„Dafür lohnt es sich, Schulleiterin zu werden“

An vielen Schulen fehlt genau das: Schulleiter und solche, die es werden wollen. Als Lehrer bekomme man auch zu wenig Einblick in das Aufgabenfeld der Schulleitung und werde nicht als Teil des Kollegiums gesehen.

Julian Lewe und Veronika Beher sind die besten Beispiele, dass das nicht so sein muss. Für Veronika Beher war die Stelle als Schulleiterin der beste Mix aus allen Welten. Wünschenswert wäre es, wenn das weiter in die Welt hinausgetragen wird.

Schulleiter können sowohl die Entwicklung der Schule mitgestalten und das dann praktisch in der eigenen Klasse testen. Arbeiten als Team mit ihrem Konrektor zusammen. Und müssen auch das Lehren selbst nicht aufgeben. „Dafür lohnt es sich, Schulleiterin zu werden“, sagt Veronika Beher ganz richtig. Dafür braucht es Mentoren wie sie, die an die Jüngeren glauben. Davon sollte es doch an jeder Schule genug geben. Ein Blick zur Tafel genügt.