Mehr als 150 Teilnehmer bei Mahnwache in Haltern

Gedenken nach Anschlag

Mehr als 150 Menschen haben in Haltern am Mittwochabend an einer Mahnwache zum Gedenken an die Opfer des LKW-Anschlags von Berlin teilgenommen. Organisatorin Petra Herrmann sagte: "Wir stehen hier zusammen und miteinander ein für Freiheit und Menschlichkeit."

HALTERN

, 21.12.2016, 17:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mahnwache zum Gedenken an die Opfer des LKW-Anschlags von Berlin.

Mahnwache zum Gedenken an die Opfer des LKW-Anschlags von Berlin.

Ab 17 Uhr versammelten sich die Bürger nach einem Aufruf von Petra Herrmann auf dem Halterner Marktplatz. Vor der Sixtuskirche war mit Kerzen ein großes Herz auf dem Boden dargestellt, viele weitere Lichter wurden auf den Treppenstufen davor abgesetzt. „Die Angst, die jeder von uns hat und die selbstverständlich ist, darf uns nicht lähmen“, sagte Petra Herrmann. Liebe und Freundlichkeit seien stärker als Hass und Terror. Zum Gedenken war es fünf Minuten lang ganz still auf dem Marktplatz.

„Wir stehen hier zusammen und miteinander ein für Freiheit und Menschlichkeit“, so Herrmann. Dazu zitierte sie Martin Luther King: „Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben, nur Licht kann das. Hass kann Hass nicht vertreiben, nur Liebe kann das.“ Es gab auch Ansprachen auf Kurdisch und Arabisch. Zum Ende nahmen sich die vielen Bürger an den Händen und bildeten einen großen Kreis, der den ganzen Marktplatz einnahm. Hinterher lud Petra Herrmann zu einer Tasse Tee ein: „Wir haben nicht genug für so viele Leute. Also teilen wir.“

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