Mexikaner arbeitet als Bundesfreiwilligendienstler im Könzgenhaus

Könzgenhaus

Juan Carlos Reyes Estrada kommt aus Mexiko. Der 24-Jährige arbeitet zurzeit als Bundesfreiwilligendienstler im Könzgenhaus. Sein Start war mit einem Kulturschock verbunden.

Haltern

26.05.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Juan Carlos Reyes Estrada kommt aus Mexiko. Im Könzgenhaus arbeitet er als Bundesfreiwilligendienstler.

Juan Carlos Reyes Estrada kommt aus Mexiko. Im Könzgenhaus arbeitet er als Bundesfreiwilligendienstler. © privat

9311 Kilometer Luftlinie hat Juan Carlos Reyes Estrada auf sich genommen, um in der Haustechnik des Könzgenhauses in Haltern ein Jahr lang als Bundesfreiwilligendienstler zu arbeiten. Ein weiter Weg - der sich nicht nur für den Mexikaner sehr gelohnt hat.

Rund 12 Stunden saß Juan Carlos Reyes Estrada Ende August 2019 im Flugzeug, um für rund ein Jahr nach Deutschland zu kommen. Seine Heimat ist ein kleines Dorf in der Nähe der Kreisstadt Tepetitlan, mitten in Mexiko.

Enge Partnerschaft mit dem Bistum Münster

Tepetitlan gehört zur Diözese Tula - und mit dieser pflegt das Bistum Münster seit über 50 Jahren eine enge Partnerschaft. So hatte der heute 24-Jährige auch von der Möglichkeit des Bundesfreiwilligendienstes im weit entfernten Könzgenhaus erfahren - und sich sofort beworben.

Anfangs war es schon ein kleiner Kulturschock, erzählt Juan Carlos mit einem Schmunzeln: Hier in Deutschland ist vieles größer, professioneller, technisierter und verbindlicher als in seiner Heimat in Mexiko. Aber er sei dennoch schnell angekommen - und immer sehr dankbar gewesen, dass es mit dem Bundesfreiwilligendienst hier geklappt habe. Diese Austausch-Plätze seien eine große Chance - und in seiner Heimat sehr beliebt.

Arbeit in der Haustechnik des Könzgenhauses

Seit vergangenem Herbst arbeitet er nun in der Haustechnik des Könzgenhauses. Mit seinen Teamkollegen kümmert er sich um alle technischen Belange, Reparaturen und Instandsetzungen sowie die Vorbereitung der Seminarräume.

Juan Carlos Reyes Estrada packt kräftig mit an.

Juan Carlos Reyes Estrada packt kräftig mit an. © privat

Außerdem sorgt er dafür, dass das Haus die Gäste jederzeit sauber und aufgeräumt willkommen heißt. Besonders gefallen Juan Carlos dabei technische Arbeiten wie das Warten der Heizungsanlage und alles, was mit Elektrizität zu tun hat. Gerade hier konnte er in den vergangenen Monaten sehr viel lernen.

Beeindruckt von deutscher Pünktlich- und Verbindlichkeit

Dazu haben ihn insbesondere die professionelle Arbeitsweise sowie die deutsche Pünktlich- und Verbindlichkeit sehr beeindruckt. Und viele der hier gemachten Erfahrungen werden ihm auch in seiner Heimat zugute kommen, davon ist der 24-Jährige überzeugt: Nach seiner Rückkehr nach Mexiko möchte er auch künftig in einem technischen Bereich arbeiten. „Ich habe mich fachlich, kulturell und sprachlich sehr weiterentwickelt“, erzählt Juan Carlos im Interview.

Im Könzgenhaus wird man den gut gelaunten Mexikaner aus der Haustechnik vermissen, wenn er im Sommer wieder in die Heimat zurückkehrt. Mit dem Wechsel der sogenannten „Bufdis“ bekommen dann aber mindestens drei neue Freiwillige die Möglichkeit, im Könzgenhaus erste Berufserfahrungen zu sammeln.

Bewerbungen von Interessierten aus der näheren Umgebung

„Dafür müssen sie natürlich nicht aus Mexiko oder einem anderen fernen Land kommen - wir freuen uns ebenso über Bewerbungen von Interessierten aus der näheren Umgebung“, sagt Annette Seier, die stellvertretende Geschäftsführerin des Könzgenhauses.

Juan Carlos Reyes Estrada wird seine Zeit im Könzgenhaus auf jeden Fall nicht vergessen. „Und ist bei Fernweh auf dem Annaberg in Haltern natürlich immer herzlich willkommen“, teilt das Könzgenhaus abschließend mit.

Weitere Infos zur Bewerbung für ein Freiwilliges Sozialen Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst im Könzgenhaus gibt es über die Telefonnummer (02364) 105-0 oder per E-Mail: info@koenzgenhaus.de

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