Mindesstandards für die Auswertung der Jugendarbeit

19.09.2007, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Haltern Träger der offenen Jugendarbeit, die Landes- oder städtische Mittel erhalten, müssen für erstere umfangreiche beziehungsweise abgespeckte Jahresberichte für das Jugendamt fertigen. Angebote, die keine Zuschüsse erhalten, müssen dies nicht, obwohl es aus Sicht des Jugendamtes sinnvoll ist, um die Arbeit des Ehrenamtes ausreichend zu würdigen. Außerdem bilde sich nur so ein vollständiges Bild der Kinder- und Jugendarbeit.

Das sehen die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Jugendarbeit (AG 78) in knapper Mehrheit ähnlich. Denn: Mit einem Vorsprung von elf Ja-Stimmen zu vier Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen sprachen die Mitglieder in ihrer vergangenen Sitzung am Montag die Empfehlung aus, dass Vereine der Kinder- und Jugendarbeit, die keine städtische Förderung für Projekte erhalten, künftig eine Angebotsauswertung als Jahresbericht vornehmen - jedoch mit der Feststellung von Mindeststandards und auf freiwilliger Basis.

Diese Mindeststandards definiert Stadtjugendpfleger Klaus-Jürgen Miegel folgendermaßen: 1. Veranstalter, Träger mit Anschrift, Telefon- und Faxnummer, 2. Auflistung der Angebote und Aktivitäten (zum Beispiel Titel, Inhalt, Ziel), 3. Zielgruppe, 4. Anzahl der Teilnehmer, 5. Unterschrift und Datum. Der Abstimmung war eine rege Diskussion vorausgegangen. Für viele Jugendvertreter ist diese Art eines Jahresberichtes nur noch mehr Büroarbeit ohne effektiven Nutzen. Andere sehen darin jedoch die Möglichkeit, ihre Arbeit offiziell darzustellen und bei einem Antrag auf finanzielle Förderung eines Angebots in der Zukunft möglicherweise bessere Aussichten auf Genehmigung zu haben. big

Lesen Sie jetzt