Mitglieder ließen das Varus-Jahr Revue passieren

Förderverein des Römermuseums

HALTERN Zwischen Geländequerschnitt und Töpferofen versammelte sich der Förderverein des Römermuseums zur Mitgliederversammlung. An ungewohntem Sitzungsort ließ Vorsitzende Margarete Ockenga Freitagabend das Varusjahr Revue passieren.

von Von Elisabeth Schrief

, 30.11.2009, 14:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Reflektierten das Varus-Jahr 2009 und die Ereignisse vor 2000 Jahren: Museumsleiter Dr. Rudolf Aßkamp, Fördervereinsvorsitzende Margarete Ockenga sowie Referent Prof. Dr. Wolter.

Reflektierten das Varus-Jahr 2009 und die Ereignisse vor 2000 Jahren: Museumsleiter Dr. Rudolf Aßkamp, Fördervereinsvorsitzende Margarete Ockenga sowie Referent Prof. Dr. Wolter.

Museumsleiter Dr. Rudolf Aßkamp sprach von einem auch „schwierigen, anstrengenden Jahr“. Die Varusausstellung in dieser Art und Größe sei eigentlich zu groß für die Strukturen des Römermuseums gewesen. Das Team aus Haltern hat die Anforderungen dennoch gemeistert. Dafür gebühre ihm Dank und Bewunderung, sagte Margarete Ockenga. Ihr Dank galt gleichfalls den Fördervereins-Mitgliedern, die sich nicht unbedeutend an den Kosten der Ausstellung beteiligt hatten. Sie zählte, so Dr. Aßkamp, zu den fünf bedeutendsten archäologischen Ausstellungen Deutschlands. „Die schönste des Trios war sie sowieso.“

Im Jahr 2010 versinkt der Verein keinesfalls in den Tiefschlaf. Georg Nockemann kündigte vielmehr Studienfahrten u.a. nach Sizilien, Mannheim und Trier an. Außerdem wird es wieder einen Wasserwerk-Vortrag und die Römertage geben. Für ein Hinweisschild auf das Römermuseum auf der anderen Autobahn-Seite will der Verein sich stark machen und auch für den Verbleib der Victoria in Haltern Unterstützung anbieten – „sofern das Schiff für das Römermuseum von Nutzen ist“. Glanzlichter-Kalender mit archäologischen Motiven, ein Andreas Raub-Druck zum Varusjahr und den Neujahrsgruß des LWL reichte der Vorstand als Jahresgabe an die Mitglieder.

Den Schlusspunkt unter das Jubiläumsjahr setzte Prof. Dr. Reinhard Wolters von der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Er fasste die Erkenntnisse über Varus, Arminius und das römische Germanien in einem Vortrag zusammen. „Das verzerrte Varusbild ist durch die Ausstellung in Haltern nachhaltig korrigiert worden.“

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