Die Modegalerie Weber an der Lippstraße beteiligt sich an der Initiative „Handeln für den Handel“. © Privat
Corona-Lockdown

Modebranche kämpft um Öffnung – Halterns Modegalerie ist dabei

Kitas, Schulen und Friseure dürfen bald öffnen, der Einzelhandel nicht. Das verstärkt die Existenzängste und sorgt für Frust. Eine Initiative - mit Halterner Beteiligung - will klagen.

Die Modegalerie Weber an der Lippstraße ist Teil der Initiative „Handeln für den Handel“. Diese Initiative, ins Leben gerufen von der Riani-Geschäftsführung, kämpft mit über 100 Brands und Einzelhändlern für die Gleichstellung mit Friseursalons und klagt jetzt auf die Öffnung ebenfalls ab 1. März.

Die Entscheidung der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten-Konferenz sei ein herber Rückschlag für den Einzelhandel, die Modeindustrie und die hunderttausenden Existenzen, die damit in Deutschland in Verbindung stehen. „Der Umgang der Politik mit der Modeindustrie und dem Einzelhandel ist nicht weiter tragbar“, sagen die Geschäftsführer der Modemarke Riani.

Daher sehe sich die Branche gezwungen, gegen die erneute Verlängerung des Lockdowns vorzugehen. Es gebe weder für die Industrie noch für den Handel realistische Perspektiven und Planungssicherheit, heißt es in einem Schreiben.

Modegalerie Weber: Bringservice und Türverkauf

Das macht auch Stefanie Weber Sorgen. Seit dem 16. Dezember ist h ihre Modegalerie wie alle Einzelhandelsgeschäfte zum zweiten Mal wegen Corona geschlossen. Corona-Staatshilfen sind bei ihr bis heute nicht angekommen.

„Ich bin deshalb jeder Kundin und jedem Kunden dankbar, die oder der meinen Liefer- und Abholservice in Anspruch nimmt“, sagt die Geschäftsfrau gegenüber der Halterner Zeitung. Zusätzlich bietet sie, um Umsätze zu generieren, Verkauf an der Tür an. Montags bis freitags von 10 bis 12.30 Uhr bedient sie ihre Kundschaft wie an einem Verkaufsstand direkt an der Tür – unter Wahrung der geforderten Distanz natürlich. Kreativität sei gefragt, um die schwere Zeit zu überbrücken, sagt Stefanie Weber.

Als Teil der Initiative „Handeln für den Handel“ hofft sie auf Öffnung und Gleichstellung des Einzelhandels. Mit einem großen Unternehmen im Rücken und an der Seite von vielen namhaften Mitstreitern von Marc Cain über Luisa Cerano bis hin zu großen deutschen Modehäusern verspricht sie sich davon Erfolg – und eine Perspektive.

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Elisabeth Schrief

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