Müllabfuhr wird in Haltern geringfügig teurer

2,59 Euro im Jahr für Musterfamilie

Der Vorstellung der neuen Gebührensatzung im Haupt- und Finanzausschuss (28. November) und im Rat (30. November), sieht Christian Hovenjürgen, Leiter des städtischen Fachbereichs Wirtschaftsbetriebe, gelassen entgegen. Die Erhöhung fällt geringer aus als gedacht.

HALTERN

, 22.11.2017, 17:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Haltern gibt es eine neue Gebührensatzung für die Entsorgungskosten.

In Haltern gibt es eine neue Gebührensatzung für die Entsorgungskosten. © picture alliance / dpa

„Die europaweite Neuausschreibung bei der Müllentsorgung ergab entgegen der prognostizierten 20- bis 50-prozentigen Erhöhung nur eine erfreuliche sechs- prozentige Anpassung im gesamten Entsorgungsbereich“, so Hovenjürgen. Zahlte zum Beispiel ein Vier-Personen-Haushalt im Jahr 2004 626,51 Euro, in 2017 647,25 Euro, so sind es in 2018 649,84 Euro, die für Abwasserbeseitigung, Abfallbeseitigung und Straßenreinigung gesamt an Grundbesitzabgaben angefallen sind und anfallen werden.

Die Firma RE-Entsorgung soll wie bisher Sammlung und Transport des Restabfalls, der Grün- und Gartenabfälle und des Altpapiers durchführen. Die Firma Remondis ist in den kommenden Jahren für Sammlung und Transport von schadstoffhaltigen Abfällen (Umweltbrummi am Wertstoffhof und in den Ortsteilen) zuständig.

Neu dabei ist das Hertener Unternehmen Somplatzki, mit über 100-jähriger Erfahrung in der Müllentsorgung. Es löst die Firma RE-Entsorgung bei Sammlung und Transport von Sperrmüll aller Halterner Haushalte vom kommenden Jahr an ab. „Wer schon einen Auftrag erteilt hat, wird noch bis Ende Dezember von RE-Entsorgung bedient, alle anderen müssen bis 2018 warten“, erklärt Hovenjürgen. Hier wird es dann auch eine weitere Änderung mit einer gebührenfreien Abfuhr pro Haushalt (vorher zwei) vom Grundstück geben. Jede weitere sogenannte Expressabfuhr soll 70 Euro pro maximal 3,0 Kubikmetern kosten.

Ab 2019 sollen die Gefäße für Restmüll und für die Sammlung von Grün- und Gartenabfällen mit einem sogenannten Identsystem ausgestattet sein. „Das wird uns mehr Gebührengerechtigkeit und eine Vereinfachung der Verwaltungsabläufe bringen“, sagt Christian Hovenjürgen. „Das System wird die Schnittstelle zwischen den Abteilungen sein, mit exakter Abrechnung mit den Auftragnehmern. Außerdem wird der Informationsaustausch verbessert. Die Kosten hierfür belaufen sich je nach Gefäßart und -größe auf 1 bis 2 Euro.

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