Nach Deckeneinsturz in Kodi-Filiale: Gutachter stellt Baumängel fest

mlzKodi-Filiale

Seit dem Deckeneinsturz Mitte Februar im Halterner Kodi-Discounter auf der Rekumer Straße ist die Filiale geschlossen. Jetzt teilte das Unternehmen Näheres zur Unglücksursache mit.

Haltern

, 12.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mitten im laufenden Geschäftsbetrieb war am 15. Februar in der Halterner Kodi-Filiale die Decke auf einer Fläche von etwa 200 Quadratmetern eingestürzt - mehrere Menschen wurden dabei leicht verletzt. Seitdem ist die Filiale an der Rekumer Straße geschlossen. Mehrfach hatte das Unternehmen in den vergangenen Monaten die Wiedereröffnung angekündigt - zuletzt Ende Juli.

Damals hieß es von Unternehmensseite, dass Kodi Ende September wieder für seine Halterner Kunden da sein werde. Doch Ende September ist längst verstrichen. Bereits vorher waren zunächst angekündigte Termine kurzfristig verschoben worden.

Wiedereröffnung auf unbestimmte Zeit verschoben

Am Montag (12. Oktober) teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit, dass mit einer baldigen Wiedereröffnung am jetzigen Standort nicht zu rechnen sei.

Wie es hieß, habe ein technischer Sachverständiger die Unglücksursache untersucht und Baumängel am Gebäude festgestellt. „Sicherheit steht bei Kodi an erster Stelle. Die festgestellten Baumängel an dem Gebäude waren uns vor dem Teileinsturz der Decke unbekannt“, so Kodi-Geschäftsführer Matthias Schob.

Genauere Angaben dazu könne man leider nicht machen, da man lediglich Mieter der Immobilie sei, teilte eine Pressesprecherin von Kodi auf Nachfrage mit.

Um ihre Filiale wiederaufbauen und weiterbetreiben zu können, sei es für Kodi als Mieter Voraussetzung, dass dem Unternehmen eine baulich einwandfreie Immobilie zur Verfügung gestellt werde. Das Gebäude gehört einer Eigentümergemeinschaft. Auf Anfrage der Halterner Zeitung wollte sich einer der Eigentümer zu der Sache nicht äußern.

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Vor einer möglichen Wiederöffnung müssten zunächst sämtliche Mängel beseitigt werden, hieß es vom Unternehmen weiter. „Wir würden unseren Halterner Kundinnen und Kunden sehr gerne treu bleiben und arbeiten seit dem Unglück kontinuierlich an möglichen Lösungen.“

Unternehmen sucht auch nach alternativen Standorten

Bedauerlicherweise seien bislang alle Bemühungen aufgrund externer Faktoren gescheitert, so das Unternehmen. Welche externen Faktoren damit gemeint seien, blieb am Montag unklar.

Man suche nun auch nach Alternativen und einem neuen geeigneten Standort in Haltern und Umgebung, um die Kodi-Filiale neu zu eröffnen, teilte Kodi mit.

Mit 250 Filialen ist Kodi hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen vertreten. Das Unternehmen mit Sitz in Oberhausen wurde 1981 gegründet. Seit April 2005 versorgt der Discounter die Halterner mit einer breiten Produktpalette an Haushaltswaren.
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