Nach dem Tod des Frauchens ist diese Katze ganz allein und weiß nicht wohin

mlzKatze ohne Herberge

An der Oderstraße streunt eine Katze umher. Sie hat nach dem Tod ihres Frauchens kein Zuhause mehr und nach anfänglicher Fürsorge der Nachbarn heißt es jetzt: „Das Mistvieh soll weg!“

Haltern

, 22.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

An der Oderstraße lebt eine Katze, die nach dem Tod ihres Frauchens im Sommer keine Herberge mehr hat und ganz allein durch die Gärten streift. Die Wohnung in dem Sechsfamilienhaus wird renoviert und neu vermietet, die Katze als Hinterlassenschaft will niemand haben.

Von diesem tierischen Schicksal erzählte ein Hausbewohner seiner Nachbarin von gegenüber. Diese ist selbst Katzenmutter und überaus tierlieb. Mit den Familien im Haus vereinbarte sie deshalb, dass sie die verwaiste Samtpfote füttert und eine Hundebox als schützende Herberge in den Garten stellt. „Die Katze kennt nur dieses Zuhause in der Oderstraße. Sie braucht diese Anlaufstelle“, sagt die Halternerin. Ihren Namen mag sie nicht nennen, schon einmal ist sie wegen der Sorge um Tiere angefeindet und bedroht worden. Die Katze tut ihr jetzt auch leid.

Über Nacht sind alle Futtertöpfe verschwunden

„Wo soll sie hin, wenn sie nun verjagt wird?“, fragt die 71-Jährige. Denn plötzlich will diese Katze niemand mehr um sich haben. Die Futtertöpfe sind über Nacht verschwunden, um dem Tier zu signalisieren, dass es unerwünscht ist. Auf einmal sei keiner mehr bereit, die Katze zu dulden, bedauert die Halternerin. Es heißt sogar: „Das Mistvieh soll weg!“

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Die Halternerin hat selbst eine Katze und würde auch das „Waisenkind“ aufnehmen. Aber die beiden Artgenossinnen verstehen sich nicht. Ein Anruf im Katzen-Gnadenhof in Lippramsdorf führte noch zu keinem Ergebnis. Der Vorstand muss erst beraten, ob er noch ein Tier aufnehmen kann.

Wer kann ein neues Zuhause anbieten?

Mehr als 60 Katzen leben auf dem Hof an der Straße Zum Büning. Einige warten auf ein neues Zuhause, sehr viele der tierischen Bewohner jedoch sind schon im Seniorenalter und dürfen in Lippramsdorf ganz in Ruhe ihren Lebensabend genießen. Zum derzeitigen Zeitpunkt könne man eigentlich keine weiteren Katzen mehr aufnehmen, heißt es seitens des Vereins Aktive Tierhilfe Marl/Haltern.

Vielleicht findet sich ja jemand in Haltern, der bereit ist, die Katze (etwa acht bis zehn Jahre alt) zu sich zu holen, hofft die Tierfreundin. „Ich wünsche mir wirklich sehr, dass sie ein gutes Zuhause bekommt.“ Wer helfen kann, melde sich bei der Halterner Zeitung.

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