Nach vielen Ärgernissen kann die neue Kita Lohausstraße an den Start gehen

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Das Debakel auf der Kindergarten-Baustelle an der Lohausstraße scheint ein Ende zu haben. Bürgermeister Bodo Klimpel geht mit zwei Terminen an die Öffentlichkeit, die Gutes signalisieren.

Haltern

, 09.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Auftrag für den neuen Fünf-Gruppen-Kindergarten an der Lohausstraße war an eine Bedingung geknüpft: Zum 1. Dezember 2018 sollte Einweihung sein. Diesen Druck baute die Stadt auf, weil die Nachfrage nach Kita-Plätzen in Haltern sehr groß ist. Doch das Unternehmen aus Marl konnte weder den Dezember- noch weitere Eröffnungstermine im Frühjahr und Frühsommer einhalten.

„Wir sind über diese Entwicklung sehr unglücklich“, ließ Bürgermeister Bodo Klimpel verlauten. Aber nun verkündet er gute Nachrichten. In Absprache zwischen Stadt, Träger (Arbeiterwohlfahrt) und Eltern findet am 28. August (Mittwoch) ein Kennenlern-Tag im neuen Kindergarten statt, am 29. August beginnt die Eingewöhnungsphase für die 85 Kinder.

Geräuschloser Beginn

Die Bauarbeiten, so Bürgermeister Bodo Klimpel, seien so gut wie beendet. Die Außenanlagen würden aufgrund der Witterung später hergerichtet. „Wichtig ist, dass der Betrieb beginnen kann.“ Eine offizielle Eröffnung wird es vermutlich nicht geben. Nach dem vielen Ärger ist die Stadtverwaltung eher für eine geräuschlose Inbetriebnahme.

Nach wie vor sind städtische Mitarbeiter täglich auf der Baustelle, um die Fortschritte zu beobachten und Druck zu machen. Im Juni hatte Jugendamtsleiter Gisbert Drees gesagt: „Leider ist vieles nicht so rund gelaufen, wie wir es uns gewünscht hätten.“ Er bedauerte öffentlich, dass den Eltern durch immer wieder nach hinten verschobene Eröffnungstermine sehr viel zugemutet worden sei.

Trigon nur Übergang

Für alle Eltern, die dringend einen Betreuungsplatz benötigten, hatte die Stadt zum 3. Juni eine Übergangsbetreuung in der Jugendbegegnungsstätte Trigon an der Weseler Straße organisiert. Diese Gruppe wird mit Inbetriebnahme der neuen Kita wieder aufgelöst.

Der neue Kindergarten auf einem ehemaligen Spielplatz kostet rund 2,8 Millionen Euro. Erster Spatenstich war im April 2018. Dem Generalunternehmen aus Marl saß die Zeit im Nacken, allerdings arbeitet sie mit Subunternehmen. Diese hatten Aufträge angenommen, obwohl sie bereits überlastet waren. Baumängel sorgten zusätzlich für weitere Zeitverzögerungen.

Umbau Martin-Luther-Schule

Nächstes städtisches Projekt ist der Umbau der ehemaligen Martin-Luther-Grundschule zu einem Drei-Gruppen-Kindergarten. Der kostet rund 1,3 Millionen Euro; bei der Finanzierung kann die Stadt auf Fördermittel des Landes (etwa 643.500 Euro) zurückgreifen. Nach Auskunft von Bürgermeister Bodo Klimpel führt die Stadt aktuell bezüglich der Ausgestaltung Verhandlungen mit dem Landesjugendamt.

Wenn diese abgeschlossen sind, will die Stadt die Umbauarbeiten ausschreiben. Geplant ist nach den schlechten Erfahrungen der letzten Monate, die Gewerke einzeln zu vergeben und keinen Generalunternehmer wie an der Lohausstraße einzubinden. „Wir hoffen, noch in diesem Jahr mit dem Umbau beginnen zu können“, sagt Bodo Klimpel hoffnungsvoll.

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