Nach Winterpause: Halterns Wassersportler können wieder Schot und Pinne in die Hand nehmen

Segelsport

Nachdem Sturmtief Charlotte den Seglern des Segel-Club Stevertalsperre (SCST) den Saisonauftakt am 1. März noch verhagelt hatte, fand nun das traditionelle Auftaktsegeln endlich statt.

Haltern

, 10.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die ersten Seglerinnen und Segler des Segel-Clubs Stevertalsperre wagten sich am vergangenen Samstag mit ihren Booten auf den Halterner Stausee. Beim traditionellen Auftaktsegeln wird die Saison eingeläutet.

Die ersten Seglerinnen und Segler des Segel-Clubs Stevertalsperre wagten sich am vergangenen Samstag mit ihren Booten auf den Halterner Stausee. Beim traditionellen Auftaktsegeln wird die Saison eingeläutet. © SCST

Nachdem Sturmtief Charlotte den Seglern des Segel-Club Stevertalsperre (SCST) den Saisonauftakt am 1. März noch verhagelt hatte, nutzten die Mitglieder das mildere Wetter am vergangenen Wochenende für ihr traditionelles Auftaktsegeln, wie der Verein nur in einer Mitteilung bekannt gab.

Nach dem erfolgreichen Auftakt gönnten sich die Mitglieder des Segel-Clubs Stevertalsperre eine kühle Erfrischung.

Nach dem erfolgreichen Auftakt gönnten sich die Mitglieder des Segel-Clubs Stevertalsperre eine kühle Erfrischung. © SCST

Anders als die meisten anderen Halterner Segelvereine warten die Jollensegler vom SCST damit nicht bis zum 1. Mai, sondern beginnen schon im März und April – sobald das vom 15. November bis Ende Februar geltende Befahrensverbot aufgehoben ist – mit der Segelausbildung und dem Regattatraining auf dem Wasser. Zum Auftakt lagen immerhin sieben Jollen startklar im Wasser, auf denen knapp 30 Seglerinnen und Segler die ersten Momente der Saison 2020 sichtlich genossen.

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„Das war ein schöner Start in unsere zweite Saison am immer noch neuen Standort in der Stadtmühlenbucht“, sagt Dirk Fridag, erster Vorsitzender des SCST. „Nach diesem Winter hat es uns ganz besonders in den Fingern gejuckt, endlich mal wieder Schot und Pinne in die Hand zu nehmen.“ Denn in den vergangenen Wochen und Monaten bestand das Vereinsleben weniger aus Segeln, sondern vielmehr aus Schrauben, Schleifen, Spachteln, Verkabeln und Fliesenlegen. Seit November arbeiten die Mitglieder jeden Mittwochabend und Samstag in Eigenregie am Aufbau ihres neuen Schulungs- und Sanitärgebäudes.

Großer Kraftakt

„Wir machen zwar gute Fortschritte“, sagt Fridag, „aber das Projekt ist definitiv ein großer Kraftakt für den Verein.“ Das könne auch jeder sehen, der am Gelände oberhalb der Stadtmühlenbucht vorbeilaufe bzw. -fahre. Weil quasi alles in Eigenarbeit und fast ausschließlich vom Vorstand und den Mitgliedern gemacht wird, schreite der Bau entsprechend langsam voran.

Ein wichtiger Meilenstein gelang kurz vor Weihnachten mit dem Aufbau des Pultdachs auf den sechs Containermodulen, aus denen der Bau besteht. „Seitdem kann man die spätere Form des Gebäudes gut erkennen“, sagt Gunnar Goronzi, zweiter Vorsitzender des SCST und zuständig für Technik und Infrastruktur. In den kommenden Wochen soll die Gebäudehülle isoliert und verputzt werden, so dass für Außenstehende ein vermeintlich fertiges Vereinshaus zu sehen ist.

So soll das neue Schulungs- und Sanitärgebäude bald aussehen.

So soll das neue Schulungs- und Sanitärgebäude bald aussehen. © SCST

Dass im Inneren aber immer noch jede Menge Arbeit auf sie wartet, kann die 161 Mitglieder des SCST nicht abschrecken. „Wir sind mit unseren begrenzten finanziellen und personellen Mitteln jetzt schon weit gekommen“, sagt Fridag und ist zuversichtlich, dass auch die folgenden Arbeiten gelingen. Noch im Lauf der Saison soll der Innenausbau fertiggestellt werden. Schließlich bleiben die Jollensegler bei ihrem Sport selten trocken und sind ganz besonders auf Umkleideräume und Duschen angewiesen.

NRW-Landesmeisterschaft

Bei den zwei ersten großen Frühjahrsregatten werden sie noch improvisieren müssen. Am 28. und 29. März erwartet der SCST bis zu 20 Jüngstensegler und ihre Eltern aus NRW zum Stevertaler-Varus Cup. Noch voller an Land und auf dem Wasser wird es am 25. und 26. April bei der Kehrein-Regatta für OK-, Laser-, Slplash und Europe-Jollen. Letztere segeln dann sogar um die NRW-Landesmeisterschaft. Gut also, dass die Aktiven des SCST seit einer Woche wieder auf ihrem Heimatrevier trainieren können.

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