St. Andreas

Nachbarschaftshilfe: Nikolaus-Überraschung für Hullerner Senioren

Die Idee entstand schon vor Corona, doch durch die Pandemie wird die Aktion der Ehrenamtler aus Hullern nötiger als je zuvor: Senioren Aufmerksamkeit zu schenken. Und etwas Süßes.
Astrid Korste (l.) überreicht zur Generalprobe eine Tüte an die Eheleute Schild. © Horst Lehr

Hullern als neue Location für einen ,spannenden „Tat.Ort“? Kaum vorstellbar, aber wahr. Ohne die Kommissare Leitmayr, Faber oder Thiel, die sonst in München, Dortmund und Münster auf Verbrecherjagd gehen, sind in diesem neuen „Tat.Ort“ ehrenamtlich tätige Frauen aus dem KFD-Seniorenteam St. Andreas, der Caritas St. Andreas und der Evangelischen Kirchengemeinde Haltern die aktuellen Heldinnen.

Sie begeben sich, bewaffnet mit prall gefüllten Weihnachtstüten, am Samstagnachmittag auf die Spuren des Heiligen Nikolaus und wollen damit rund 200 Hullerner Senioren eine Freude machen. Pfarrer Karl Henschel sagt: „Wir wollen mit der Aktion zeigen, dass wir unsere Senioren nicht vergessen.“

Tatort Nikolaus

Geboren wurde die Idee im Oktober auf der letzten Jahreshauptversammlung der Caritas. Danach haben sich die „Ehrenamtlerrinnen“ gemeinsam an der vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken ins Leben gerufenen Aktion „Tat.Ort Nikolaus: Gutes tun – kann jeder“ beteiligt, und vor gut drei Wochen zur Freude aller auch den positiven Förderungsbescheid über 500 Euro bekommen.

Astrid Korste (v.l.), Pfarrer Karl Henschel, Marion Hermanns, Silvia Schepers, Ingrid Mikolajczyk vom Hullerner KFD-Seniorenteam.
Astrid Korste (v.l.), Pfarrer Karl Henschel, Marion Hermanns, Silvia Schepers, Ingrid Mikolajczyk vom Hullerner KFD-Seniorenteam. © Horst Lehr © Horst Lehr

Damit ist Hullern einer von bundesweit 62 geförderten „tat.Orten“. Die Frauen wollen damit die Senioren überraschen, und Astrid Korste vom KFD-Team sagt: „Wir sind uns sicher, dass sich alle über unsere Aktion freuen werden, denn die sonst üblichen, vorweihnachtlichen Gemeindetreffen fallen ja wegen Corona leider alle aus.“

Gemeinschaftsgefühl stärken

Am Samstagnachmittag (5. Dezember) wird nun eine Gruppe von zwölf „Verteilerinnen“ durch die Hullerner Straßen ziehen und allen Senioren ab 75 Jahren eine mit Lebkuchen, Äpfeln, Mandarinen, Tee, einer kleinen Adventsgeschichte und dem Hl. Nikolaus mit Mitra und Bischofsstab (aus Schokolade) vor die Tür stellen.

Damit wollen Sie in diesem schwierigen Jahr, in dem alles so anders ist, ein Zeichen setzen und mit dem Inhalt der Tüte das Gemeinschaftsgefühl: „Wir sind alle gemeinsam auf dem Weg zum Weihnachtsfest“, vermitteln. Die Generalprobe mit der ersten Nikolaustüte erfolgte am Donnerstagnachmittag bei Hans-Josef Schild im Birkenrith. Er hat sich über die Aufmerksamkeit sehr gefreut und sagte: „Es ist schön zu sehen, dass trotz Corona an die ältere Generation gedacht wird“.

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