Nager treiben ihr Unwesen in Kellern und Garagen

"Natürliches Verhalten"

Zurzeit suchen sie verstärkt unsere Nähe: Ratten und Mäuse tauchen aktuell häufiger in Halterner Kellern und Garagen auf. Die Gründe sind vielfältig, in erster Linie sind sie auf der Suche nach Futter. Grund zur Besorgnis gibt es nicht, dennoch sollten Maßnahmen ergriffen werden.

HALTERN

, 15.09.2014, 17:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gerade in der kälteren Jahreszeit suchen Mäuse die Nähe der Menschen.

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Grund zur Sorge vor einer Ratten- und Mäuseplage gibt es allerdings nicht. Entwarnung gibt das Veterinäramt des Kreises Recklinghausen. „Das ist ein natürliches Verhalten, Mäuse und Ratten suchen zurzeit ein muckeliges Zuhause“, erklärt Pressesprecherin Svenja Küchmeister. Und: Im Herbst und Winter suchen die kleinen Nager nicht nur Schutz vor der Kälte, sondern sind auch auf Nahrungssuche – und werden dabei in so manch einer Vorratskammer fündig. Dass der Halterner Raiffeisen-Markt zurzeit verstärkt Rattengift und Mausefallen verkauft, ist daher nicht verwunderlich. „Wenn die Felder abgeerntet sind, suchen sich Ratten und Mäuse nun mal etwas anderes“, erklärt Raiffeisen-Tierexperte Frank Roß. Zurzeit verkaufe der Markt gut 30 Mausefallen und etwa 10 Pakete Rattengift – pro Tag! Immerhin können angenagte Kabel zu Kurzschlüssen in ganzen Häusern führen. Und: Ratten gelten als potenzielle Krankheitsüberträger.

Von einer Mäuse- und Rattenplage kann derzeit allerdings nicht gesprochen werden, sagt Kreislandwirt Georg Schulte-Althoff. Wo die abgeernteten Felder stadtnah seien, komme es häufiger vor, dass sich der eine oder andere Nager in Menschennähe aufhalte. „Meistens sind die Tiere da, wo es viel Unrat gibt“, sagt Schulte-Althoff, der als Patentrezept eine – sterilisierte – Katze empfiehlt, so wie es viele Bauern auch täten. Wer keine Katze hat, sollte auf Mausefallen und Rattengift zurückgreifen. „Das gibt es entweder in Flocken- oder in Paletsform“, erklärt Fachmann Frank Roß. 

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