In den neuen Katharinenhöfen ist auch eine Kita (auf dem Foto hinter den Bullaugen) untergebracht, die sich auf zwei Geschosse verteilt. © Privat
Kindergarten-Plätze

Neue Halterner Kita mit einem Jahr Verspätung – Stadt hat einen Plan

Der Investor hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass sich der Bau der Katharinenhöfe verzögern könnte. Und genauso ist es jetzt. Heißt auch, die neue Kita wird nicht 2022 fertig.

In Hamm-Bossendorf entsteht auf dem ehemaligen Dickerhoff-Gelände eine neue Klimaschutzsiedlung mit 100 Wohnungen, Kindertagesstätte, Gewerbe und Wohngemeinschaft für Demenzkranke. Der für Ende des Jahres geplante Baustart aber verzögert sich: Die Konzeption dieses Pilotprojektes ist aufwendiger als zunächst gedacht und auch die Situation in der Baubranche hält die Planung auf.

Das heißt zunächst, die ersten beiden von sechs Häusern werden nicht vor 2023 fertig und damit kann auch der in Haus Nummer 1 integrierte Kindergarten mit 55 Plätzen nicht zum 1. August 2022, sondern tatsächlich erst ein Jahr später eröffnet werden.

Verschiebung hat die Stadt nicht unerwartet getroffen

Für Investor Michael Hiesgen ist es die vierte Kita, die er baut. Er hatte schon Anfang des Jahres in einem Interview mit der Halterner Zeitung eingeräumt, er brauche bei der Planung Puffer. „Diese Verschiebung hat uns nicht unerwartet getroffen, obwohl wir uns natürlich etwas anderes gewünscht hätten“, sagte Jugendamtsleiter Gisbert Drees jetzt im Ausschuss Generationen und Soziales. Die Verwaltung habe vorab im August ein Gespräch mit dem Investor geführt und ausführlich über zeitliche Szenarien gesprochen.

Die Stadt braucht den Kindergarten, hat aber den frühen Eröffnungstermin immer als sehr optimistisch gewertet. Mit dem Träger, der evangelischen Kirchengemeinde, suchte und fand die Stadt eine praktische Übergangslösung.

Vom Anne-Frank-Kindergarten nach Hamm-Bossendorf

Der Anne-Frank-Kindergarten, ebenfalls in Trägerschaft der evangelischen Kirche, wird ab August 2022 nur noch drei Gruppen haben. Für eine dauerhafte vierte Gruppe müsste das alte Gebäude umgebaut werden, entsprechende Pläne seien aber nicht umsetzbar, so Gisbert Drees. Geplant ist allerdings, eine Gruppe mit 20 Kindern für ein weiteres Jahr im Mehrzweckraum der Kita zu betreuen.

Wenn die Einrichtung in den Katharinenhöfen fertig ist, wechseln Betreuerinnen und Betreuer mit den Kindern nach Hamm-Bossendorf. Diesem Plan hat das Landesjugendamt zugestimmt. „Somit können wir auch schon ab dem nächsten Kitajahr den Familien mit Bedarf eine gute und adäquate Betreuung zusichern“, ist der Jugendamtsleiter erleichtert. Platz für weitere Kinder könnte zusätzlich im Evangelischen Gemeindezentrum Flaesheim bereit gestellt werden. Diese Lösung wird derzeit noch geprüft.

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Elisabeth Schrief

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