Neue Pächter für den Kolpingtreff gesucht

Eltrops hören auf

Von seinen Stammgästen wird Rolf Eltrop mitunter liebevoll "Der Knurrige" genannt. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Moni kümmert sich der 62-Jährige als Wirt vom "Kolpingtreff" seit vielen Jahren um das Wohl seiner Gäste. Aber nur noch bis zum Ende dieses Jahres. Dann ist Schluss.

HALTERN

, 04.04.2016, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rolf und Moni Eltrop führen seit 1999 erfolgreich die Gaststätte "Kolpingtreff". Zum Jahresende wollen sie in den Ruhestand gehen.

Rolf und Moni Eltrop führen seit 1999 erfolgreich die Gaststätte "Kolpingtreff". Zum Jahresende wollen sie in den Ruhestand gehen.

"Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber wir sind mittlerweile seit 30 Jahren selbstständig und haben uns den Ruhestand allmählich verdient", erklärt der 62-Jährige auf Anfrage. In der Halterner Gastronomieszene ist Rolf Eltrop ein Urgestein. Der gelernte Koch hat zunächst viele Jahre im Hotel Seehof und im ehemaligen Hotel Seestern gearbeitet ehe er am 29. November 1986 an der Lippstraße die "Sportlerklause" (heute "Schänke") eröffnet hat. "Ein Pils hat damals rund 90 Pfennig gekostet", kann er sich noch vage erinnern.

Fertigstellung im Jahr 1999

Ende der 90er-Jahre wurde schließlich am Disselhof in der Innenstadt die neue Heimstätte der Kolpingsfamilie, der Kolpingtreff, errichtet. Sofort nach Fertigstellung im Jahr 1999 verpachtete die Kolpingsfamilie die Gaststätte an das Wirtepaar. "Wir durften damals bei der Gestaltung des Baus und der Räumlichkeiten unsere Vorstellungen einbringen. Das war ganz wichtig", erzählt Rolf Eltrop.

Bis heute ist der einladende Schankraum mit seiner geschätzten Rundtheke immer wieder ein beliebter Treffpunkt für viele Gäste. Hier wird gefachsimpelt und Fußball geschaut. Es gibt Getränke, Frikadellen, Mettbrötchen oder Mettwürstchen.

Veranstaltungen und Feiern

Im Gesellschaftsraum, in dem Platz für etwa siebzig Personen ist, werden Veranstaltungen und Feiern jeglicher Art abgehalten. Ob Sportverein, Schützenkompanie oder Judoklub - viele Halterner Vereine und Gruppen fühlen sich im Kolpingtreff wohl. Das liegt sicher auch an den hervorragenden Kochkünsten von Moni Eltrop. "Wir haben untereinander eine gute Rollenaufteilung", sagt sie ganz bescheiden. "Wichtig ist, dass sich der eine immer auf den anderen verlassen kann."

Mit dem Abschied zum Jahresende wollen sich die beiden noch nicht so sehr beschäftigen. "Natürlich werden wir mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge gehen", sagt Moni Eltrop, die sich schon darauf freut, dass sie ab dem kommenden Jahr "dann auch mal wieder spontan etwas unternehmen kann." Auf jeden Fall will das Paar in Haltern wohnen bleiben. "Alles andere ist Quatsch", kommentiert Wirt Rolf Eltrop kursierende Gerüchte.

Große Fußstapfen

Einen großen Wunsch haben die Eheleute noch. "Wir hoffen, dass sich ein geeigneter Nachfolger für das Lokal findet", sind sie sich einig. "Es ist ja ein Stück weit auch unser Lebenswerk."

Heinz-Josef Krusel, der sich um die Weiterverpachtung der Gaststätte kümmert, sagt auf Anfrage unserer Redaktion: "Das Ehepaar Eltrop hinterlässt große Fußstapfen. Wir hoffen, einen Nachfolger zu finden, der das bewährte Betriebskonzept fortführt." Interessenten hätten sich bereits erkundigt. "Die ersten Gespräche laufen, aber eine Entscheidung ist noch nicht gefallen."

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