Neue Verordnung: Was bedeuten die Lockerungen für unsere Fußballer?

Fußball

Annähernd normales Training ist für Fußballer wieder möglich, wenn die Voraussetzungen, wie ein Hygienschutzkonzept, erfüllt sind. Doch Spiele wird es im Kreis vorerst wohl nicht geben.

Haltern

, 15.06.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Testspiele und Turniere wird es vor dem 31. August im Keis Recklinghausen wohl nicht geben.

Testspiele und Turniere wird es vor dem 31. August im Keis Recklinghausen wohl nicht geben. © Manfred_Rimkus

Seit Montag (15. Juni) ist Kontaktsport unter freiem Himmel wieder mit bis zu 30 Personen erlaubt, in den Sporthallen mit maximal zehn. In beiden Fällen muss eine Rückverfolgbarkeit der Teilnehmer durch Datenerfassung sichergestellt werden. Auch Wettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport sind unter Einhaltung eines Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts drinnen und draußen wieder zulässig.

Ist damit auch der Weg frei für Testspiele, Turniere und Meisterschaften? Grundsätzlich ja, bestätigt die Staatskanzlei NRW auf Nachfrage. „Allerdings empfehlen wir jedem Veranstalter, ob Sportverband oder einzelner Verein, sich vorher mit dem zuständigen Ordnungsamt in Verbindung zu setzen und eventuelle Auflagen abzuklären.“

Rolle als Serviceleister

Willy Westphal, Vorsitzender des Fußballkreises Ahaus/Coesfeld, sieht ab Montag auf jeden Fall wieder viele Möglichkeiten für die Fußballer. „Ich muss die neue Verordnung erst einmal gänzlich verarbeiten und Rücksprache mit dem Verband halten, um endgültige Aussagen treffen zu können“, so Westphal. Aus seiner Sicht spreche aktuell aber nichts dagegen, dass der Fußballkreis für Testspiele wieder Schiedsrichter stellen werde. „Wenn die Vereine spielen wollen und die Bedingungen einhalten, würden wir unserer Rolle als Serviceleister sicherlich nachkommen.“

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Auch Turniere werde der Fußballkreis dann wieder genehmigen. Allerdings trage jeder Verein als Veranstalter die Verantwortung für die Durchführung. Die Corona-Schutzverordnung verbietet ausdrücklich Sportfeste und ähnliche Veranstaltungen bis einschließlich 31. August. Grundsätzlich erlaubt sie aber bis zu 100 Zuschauern das Betreten einer Sportanlage „bei sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit“.

Das heißt: Alle Spieler, Schiedsrichter, Trainer und Zuschauer müssten mit Name, Adresse und Telefonnummer erfasst werden. Vorausgesetzt sind außerdem immer die „Vorkehrungen zur Hygiene, zum Infektionsschutz, zur Steuerung des Zutritts und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern“, wie es in der Schutzverordnung heißt.

Vorerst keine Genehmigung

Im Kreis Recklinghausen gibt man sich zurückhaltender. „Für mich hat nach wie vor die Deadline 31. August Gültigkeit“, erklärte Kreisvorsitzender Hans-Otto Matthey auf Nachfrage unserer Redaktion. Vorerst werde es vom Kreis keine Genehmigung für Turniere oder gar Stadtmeisterschaften geben. „Wir öffnen noch nicht“, sagte Matthey, „das können die Vereine noch gar nicht leisten.“

Am Donnerstag habe sich der Kreisvorstand umgehend mit den Lockerungen beschäftigt, am Dienstag werde man erneut zusammenkommen, teilte der Kreisvorsitzende mit. Im Fokus stehe aber dabei ein anderes Thema: „Wir müssen erst einmal die Rückmeldungen der Vereine zur kommenden Saison haben. Was die Staffeleinteilung betrifft, befinden wir uns noch im Stadium der Spekulation. Das müssen wir als erstes hinkriegen.“

Verschließen will sich der Recklinghäuser Kreisvorsitzende dem verständlichen Wunsch der Spieler und Vereine zurück zur Normalität aber natürlich nicht: „Wenn die Politik entsprechende Signale gibt, sind wir sofort dabei. Aber nur dann.“

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