Dominik Cartus leitet das Altenheim in Sythen übergangsweise. © Silvia Wiethoff
Alloheim Sythen

Neuer Leiter im Alloheim Sythen – aber nur als Übergangslösung

Nach den eher negativen Schlagzeilen, die über das Seniorenheim in Sythen in den letzten Wochen zu lesen waren, gibt es jetzt Entwicklungen, die aus der Krise führen sollen.

Nachdem im Sythener Altenheim zwei Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus zu beklagen waren und sich weitere Bewohner sowie Mitarbeiter infiziert hatten, hat sich die Lage aktuell etwas entspannt. Zurzeit seien nur noch zwei Bewohner infiziert, die das Virus als Neuaufnahmen mit ins Haus gebracht hätten.

Man gehe davon aus, dass diese in Kürze als gesundet gelten werden, teilte Dominik Cartus mit. Der 50-Jährige ist seit Montag (25. Januar) als Interimsleiter in der Einrichtung der Alloheim Seniorenresidenzen SE eingesetzt. Er werde so lange bleiben, bis eine neue dauerhafte Leitung für das Altenheim in Sythen gefunden ist, ließ Dominik Cartus im Gespräch mit der Redaktion wissen. „Ende offen.“

Den angeschlagenen Ruf des Hauses verbessern

Der Mann auf Zeit stammt aus dem Saarland und ist um eine Imageverbesserung der Einrichtung im Neubaugebiet Elterbreischlag bemüht, denn seit der Eröffnung 2017 hat es unter anderem bereits einige Leitungswechsel gegeben.

Dominik Cartus hat laut eigener Auskunft drei Studiengänge abgeschlossen (Psychologe, Sozialpädagoge, Manager für Sozial – und Gesundheitseinrichtungen) und einige Altenhilfeeinrichtungen geleitet, bevor er von seinem aktuellen Arbeitsgeber Alloheim die Aufgabe erhielt, in Sythen Präsenz zu zeigen.

Die Wohnanlage findet er sehr schön und gepflegt. Sie passe sich gut in ihre Umgebung ein und biete viele Möglichkeiten. Auf seiner Agenda stehe, sich um die Personalstruktur zu kümmern, genügend Fachkräfte vorzuhalten und alle Mitarbeiter mitzunehmen. Die Mitarbeiter, die er bisher erlebt habe, seien von der Reinigungskraft bis zur Pflegedienstleitung „super engagiert“. „Ich spüre einen Aufbruch“, sagte Dominik Cartus.

Sich persönlich vorgestellt

Den Angehörigen der Bewohner habe er sich in einem Schreiben vorgestellt und sie eingeladen, mit ihren Anliegen zu ihm zu kommen. Mit den meisten Bewohnern habe er bereits persönlich gesprochen.

Das Haus mit 80 Plätzen ist nahezu voll belegt. Wie in anderen Einrichtungen in Haltern ebenso erhielten die Bewohner des Sythener Altenheims am Mittwoch (3. Februar) ihre zweite Corona-Impfung, sodass jetzt von einem Schutz gegen das Virus auszugehen ist.

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Silvia Wiethoff

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